Locker vom Hocker zocken: „Take it or leave it“
Nein, allzu verkopft ist dieses Würfelspiel gewiss nicht. „Take it or leave it“ ist vielmehr ein Angebot an alle, die locker vom Hocker zocken wollen.
Einfach vor sich hin würfeln . . . Die einen finden diese Art von Zeitvertreib eher langweilig, die anderen angenehm spannend und entspannend, weil nebenbei noch genügend Zeit für ein Schwätzchen bleibt. Zu dieser Kategorie von Spielen zählt „Take it or leave it“, erfunden von Arno Steinwender und Christoph Puhl, zwei bislang unbekannte Autoren.
Ziel des Spiels ist es, Kombinationen von Würfeln zu sammeln, die es in schwarz, weiß und rot (Joker) gibt. Auf diese Art und Weise wird jeder seine Auftragskarten los und holt sich so Siegpunkte. Abhängig von der Anzahl der Spieler werden Würfel in den Würfelteller geworfen. Fortan darf sich jeder Akteur Runde für Runde jeweils einen Würfel nehmen. Sobald kein Würfel mehr im Teller ist oder alle Spieler gepasst haben, kommt der Moment der Erkenntnis: Wer die entsprechenden Würfel beieinander hat, spielt die dazu passende Karte aus und erhält dafür Siegpunkte. Für überflüssige Würfel erhält jeder rote Chips und somit Minuspunkte.
Das allein wäre nur leidlich spannend. Zum Glück gibt es aber eine Reihe von Aktionskarten, von denen jeder eine auf der Hand hat. Damit kann man Würfel neu werfen, die Würfelfarben tauschen oder die Augenzahl nach oben oder unten korrigieren. Und etwas ganz Gemeines hat das Autorenduo noch vorgesehen: Ein bereits genommener Würfel darf zurück in den Teller geworfen werden. Dabei ist es erlaubt, den Würfel gegen andere Würfel zu werfen, in der Hoffnung so das Ergebnis verändern zu können. Zum Zocken kommt also noch etwas Geschicklichkeit dazu.
Nach einer halben Stunde ist eine Partie vorbei, dann werden die roten Minus-Chips von den Plus-Karten abzogen. Und wer auf die höchste Summe kommt, darf sich als Zocker-König feiern lassen.
Info „Take it or leave it“ von Arno Steinwender und Christoph Puhl, für 2 -5 Personen, ab 8 Jahren, 30 Minuten, bei Schmidt-Spiele, ca. 20 Euro.
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Autor: EDWIN RUSCHITZKA | 04.03.2011
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