Kühlhaus-Chef bestreitet Vorwürfe

Memmingen.  Im Gammelfleisch-Prozess am Memminger Landgericht hat der ehemalige Chef eines Kühlhaus-Betriebs in Illertissen im Landkreis Neu-Ulm gestern sämtliche Vorwürfe bestritten.

Im Gammelfleisch-Prozess am Memminger Landgericht hat der ehemalige Chef eines Kühlhaus-Betriebs in Illertissen im Landkreis Neu-Ulm gestern sämtliche Vorwürfe bestritten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-Jährigen Verstöße gegen das Lebensmittel-Hygienegesetz und Betrug in 15 Fällen vor. Der Kühlhaus-Chef soll demnach in den Jahren 2004 und 2005 fast 700 Tonnen Fleisch der so genannten Kategorie III an Lebensmittel-Unternehmen im Ausland verkauft haben. Ware also, die nur noch für die Herstellung von Hunde- oder Katzenfutter hätte verwendet werden dürfen.

Der Angeklagte ließ seine Verteidiger erklären, niemals genussuntaugliches Fleisch in den Lebensmittelkreislauf geschleust zu haben.

Insgesamt sind in dem Prozess am Landgericht Memmingen sechs Verhandlungstage angesetzt. 30 Zeugen und 2 Sachverständige sollen gehört werden. mut


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11.11.2009

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