Fall Kachelmann: Beschwerde über Staatsanwälte
Stuttgart.
Die Anwälte des Wetterexperten Jörg Kachelmann haben Dienstaufsichtsbeschwerden gegen die Staatsanwaltschaft Mannheim und die Karlsruher Generalstaatsanwaltschaft eingereicht. Das hat ein Sprecher des Justizministeriums bestätigt. Die Beschwerde gegen die Generalstaatsanwaltschaft sei bereits als unbegründet abgewiesen worden. Zum Stand der Beschwerde gegen die Mannheimer Staatsanwaltschaft lag ihm keine Information vor.
Der Schweizer ist wegen Vergewaltigung seiner Ex-Freundin angeklagt. Vom 6. September an muss er sich vor dem Landgericht Mannheim verantworten.
Als Begründung für die Dienstaufsichtsbeschwerden hatte Kachelmanns Medienanwalt Ralf Höcker gegenüber der "Sonntag Aktuell" gesagt, die Staatsanwaltschaft Mannheim sei "von blindem Jagdeifer auf einen Prominenten gepackt" gewesen. Er und Strafverteidiger Reinhard Birkenstock werfen den Behörden vor, nicht oder zu spät einzelnen Hinweisen nachgegangen zu sein. Sie gehen vom Racheakt einer enttäuschten Geliebten aus.
Kachelmann soll Anfang Februar seine frühere Freundin vergewaltigt und mit einem Messer am Hals verletzt haben. Er war am 20. März nach der Rückkehr von den Olympischen Winterspielen aus Kanada verhaftet worden. Er hat die Vorwürfe seiner Ex-Freundin stets bestritten. dpa
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23.08.2010
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