Eis stoppt vielerorts die Binnenschifffahrt
Berlin. Die anhaltende Kältewelle hat in Europa bereits mehr als 500 Tote gefordert. Wegen zugefrorener Flüsse gerät die Binnenschifffahrt unter Druck.
Zugefrorene Seen, zweistellige Minusgrade: Für Eisläufer ist es das pure Vergnügen, doch nicht überall ist das Eis dick genug. In den Niederlanden müssen Wintersportler womöglich ein weiteres Jahr auf eine Neuauflage der traditionsreichen "Elf-Städte-Tour" warten. Die Veranstalter sagten das Rennen über die zugefrorenen Kanäle der Provinz Friesland vorerst ab.
In Deutschland bleibt es auch in den nächsten Tagen knackig kalt. Beste Voraussetzungen für Winterfreuden: Hamburg freut sich auf das Eisvergnügen auf der Alster, Hannover auf eine Eis-Party auf dem Maschsee. Im Harz lockte eine traumhafte Schneelandschaft viele Wintersportler an. In den bayerischen Alpen nahm die Lawinengefahr nach kräftigem Wind zu.
Dicke Eisschollen und zugefrorene Schleusen behindern derweil auf dem Neckar die Schifffahrt. "Es ist ein Riesenkampf momentan", sagte gestern der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamts Heidelberg, Jörg Huber. Wegen wachsender Eisflächen fuhr auf der Mosel kein Schiff mehr. Auf der Ostsee waren Eisbrecher im Einsatz.
Die Schifffahrt auf dem bulgarischen Flussabschnitt der Donau war wegen Eisschollen komplett lahmgelegt. Die Donaustadt Widin war mit 28,6 Grad unter null gestern der kälteste Ort in dem Balkanland.
In Polen ist die Masurische Seenplatte nach zwei Wochen Kälte zugefroren. Die Eisdecke ist im Schnitt 20 Zentimeter dick. Dennoch warnte die Polizei in Olsztyn davor, mit dem Auto über die Seen zu fahren. In den vergangenen Tagen hatten Autofahrer bereits mehrfach improvisierte Rennen auf dem Eis ausgetragen.
Europaweit stieg die Zahl der Todesopfer auf über 500. AUßENALSTER]
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Autor: DPA | 10.02.2012
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Eisschollen auf dem Main-Donau-Kanal in Kelheim (Bayern). Foto: dpa
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