Zahl der Straftaten in Asylbewerberheimen steigt an

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Der Fraktionsvorsitzende der baden-württembergischen FDP, Hans-Ulrich Rülke. Foto: Uwe Anspach/Archiv

Die Polizei ist im vergangenen Jahr häufiger wegen Zwischenfällen in Asylbewerberheimen ausgerückt. Das Innenministerium erklärte dies in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der FDP-Landtagsfraktion damit, dass die Zahl der Asylbewerber im vergangenen Jahr insgesamt deutlich emporgeschnellt sei.

Allein in den 15 Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes kam es nach Angaben des Innenministeriums vom 16. Februar 2016 bis zum Jahresende zu 5668 Polizeieinsätzen. Dies entspricht etwa 18 Einsätzen pro Tag. Aus einer alten Anfrage der FDP geht hervor, dass zwischen August 2014 und August 2015 durchschnittlich noch fünf Einsätze am Tag an Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes gezählt wurden.

Zuerst hatten die „Stuttgarter Nachrichten“ am Montag über das Thema berichtet. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke sprach in der Zeitung von einer „ungeheuren Belastung der Polizei“, gegen die die grün-schwarze Landesregierung nicht genügend unternommen habe. Zudem fehle der Koalition der Wille, sich nachhaltig für effektivere Asylverfahren und Rückführungen abgelehnter Asylbewerber einzusetzen.

2015 waren rund 98 000 neue Asylbewerber im Südwesten gezählt worden. Im vergangenen Jahr waren es rund 33 000, wie die Statistiken zeigen.

Zahlen zum Zuzug von Asylbewerbern nach Baden-Württemberg

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