Wolf tötet erneut Schafe im Odenwald

In Südhessen nahe der Grenze zu Baden-Württemberg hat erneut ein Wolf Schafe gerissen. Unklar ist, ob es einen Zusammenhang zur Attacke bei Heilbronn gibt.

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Ein Wolf läuft in einem Tierpark in Cleebronn (Baden-Württemberg) durch sein Gehege.  Foto: 

Mehrere im südhessischen Hesseneck-Kailbach getötete Schafe gehen auf das Konto eines Wolfs. Das teilte das Landesumweltministerium in Wiesbaden mit. Bereits am 16. November waren in der Odenwald-Gemeinde direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg sieben tote und fünf verletzte Schafe entdeckt worden. Dies habe eine genetische Untersuchung durch das Senckenberg Institut in Gelnhausen ergeben, so das Ministerium.

Bereits zwei Mal zuvor im November waren in dem dünn besiedelten Gebiet Schafe und eine Ziege gerissen worden. Am 7. Oktober hat zudem ein Wolf in Widdern (Kreis Heilbronn) drei Lämmer getötet – es war der erste Wolfsriss von Weidetieren seit über 100 Jahren in Baden-Württemberg. Noch unklar ist, ob es sich in allen Fällen um dasselbe Tier handelt. Bereits im September ist ein Wolf bei Wald-Michelbach fotografiert worden. Der Ort liegt ebenfalls im hessischen Teil des Odenwalds rund 20 Kilometer westlicht  von Hesseneck.

Der Odenwald sei schon lange „Wolfserwartungsland“, erklärte Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne). Tierhalter müssten deshalb künftig „alle Instrumente nutzen“, um ihr Herden zu schützen. Hessen unterstütze die Schäfer beim Schutz der Tiere. „Spaziergängerinnen und Spaziergängern im Odenwald wird zudem empfohlen, ihre Hunde an der Leine führen“, erklärte das Ministerium.

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