Wirtschaftsministerin: Frauenquote in Aufsichtsräten ist gut

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Die Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) spricht. Foto: Franziska Kraufmann/ Archiv

Die 43-Jährige war bis vor kurzem selbst Aufsichtsratsmitglied des Waagenherstellers Bizerba aus Balingen. Laut dem auf Druck der SPD eingeführten Bundesgesetz müssen 30 Prozent aller neu vergebenen Aufsichtsratsposten in 100 großen deutschen Firmen an Frauen vergeben werden. Bizerba ist als Familienunternehmen von der Quote aber nicht betroffen. Nach den Worten von Hoffmeister-Kraut wäre dieser Wert aber kein Problem gewesen, schließlich waren ein Drittel der Bizerba-Aufsichtsratsmitglieder Frauen.

Gar nichts hält Hoffmeister-Kraut hingegen von einer Pflichtvorgabe für Vorstände - eine solche Quote ist aber ohnehin weder Gesetz noch bahnt sich das an. Im operativen Bereich sollte "das Leistungsprinzip im Vordergrund stehen, sonst wäre das ein Eingriff in den Entscheidungsbereich der Unternehmen - da sollte die Gesetzgebung sich nicht einmischen", so die Ministerin. Unverbindliche Vorgaben - "Soll-Quoten" - wären hingegen sinnvoll, "um die Diskussion zu führen und damit ein gewisser Druck da ist".

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