Winter zeigt sich mit Sturm und Schnee ungemütlich im Südwesten

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Der Winter hat mit starkem Wind und Schneefall Baden-Württemberg erreicht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte am Mittwoch vor allem für die Hochlagen des Schwarzwaldes und die Schwäbische Alb vor Schneefällen von bis zu 30 Zentimetern. Wegen erwarteter Sturmböen bis 80 Kilometer pro Stunde und mehr könne es zu erheblichen Schneeverwehungen kommen, sagte die DWD-Meteorologin Sarah Jäger. „Je nach Gelände kann es sich hoch auftürmen.“ Autofahrer sollten Warnungen ernst nehmen. Grundsätzlich sei diese Wetterlage für den Januar aber nicht ungewöhnlich.

Ursache für den Wintereinbruch ist nach DWD-Angaben ein zum Balkan ziehendes Sturmtief, in dessen Einflussbereich Baden-Württemberg liegt. Im Lauf des Mittwochs sollte die dazugehörige Kaltfront übergreifen und kalte Meeresluft einfließen lassen. Oberhalb von 800 Metern wurden Sturmböen um 80 Kilometer pro Stunde, auf den Schwarzwaldgipfeln auch schwere Sturmböen um 95 Kilometer pro Stunde erwartet.

Bis Donnerstagfrüh rechneten die Meteorologen oberhalb von rund 300 Metern mit Neuschneemengen zwischen fünf und zehn Zentimetern. Oberhalb von 600 Metern können 10 bis 15 Zentimeter, in höheren Lagen des Schwarzwaldes auch 20 bis 30 Zentimeter fallen. Für Donnerstag sagte der DWD verbreitet Dauerfrost voraus.

Auch auf den Straßen machte sich das Wetter bereits bemerkbar. Ein 31 Jahre alter Mann prallte mit seinem Auto im Landkreis Schwäbisch Hall gegen einen Baum und wurde dabei getötet. Der Unfall geschah am Morgen bei Crailsheim in einer Linkskurve auf wetterbedingt rutschiger Fahrbahn, wie die Polizei mitteilte.

Im Kreis Biberach rutschte am Morgen ein Auto von der glatten Straße und landete auf dem Dach. Die 27 Jahre alte Fahrerin wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Im Bodenseekreis blies der Sturm einen Lastwagen von der Straße. Der Sattelzug kippte im Straßengraben auf die Seite, der 42 Jahre alte Fahrer blieb unverletzt. Auch in anderen Landesteilen, etwa im Rhein-Neckar-Kreis, gab es witterungsbedingte Unfälle. Im Ostalbkreis dagegen registrierte die Polizei trotz leichten Schneefalls sogar weniger Unfälle als an anderen Tagen.

Der Bahnverkehr in Baden-Württemberg lief nach Angaben eines Unternehmenssprechers zunächst normal.

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