Weidel: AfD nicht als Partei der Provokateure positionieren

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Alice Weidel, Mitglied des Bundesvorstands der AfD. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

AfD-Bundesvorstandsmitglied Alice Weidel will nicht, dass sich die AfD im Wahljahr als Partei der Provokateure präsentiert. „Provokationen haben grundsätzlich den Nachteil, dass sie stark verkürzen und die Debatte verengen“, sagte Weidel der Deutschen Presse-Agentur. Der Fokus werde dadurch auf Oberflächliches gelenkt. In der politischen Debatte, die ihre Partei führen wolle, „ist das nicht immer förderlich“, fügte Weidel hinzu, die auf der baden-württembergischen AfD-Kandidatenliste für die Bundestagswahl den Spitzenplatz besetzt.

Die Dresdner Rede des Thüringer AfD-Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke sei ein Beispiel für eine überflüssige Provokation. „Das geht nicht“, betonte Weidel. Höcke hatte das deutsche Geschichtsverständnis und das Holocaust-Gedenken kritisiert und eine „erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert. 

Laut einem internen Strategiepapier will die AfD die anderen Parteien im Wahlkampf mit „sorgfältig geplanten Provokationen“ zu nervösen und unfairen Reaktionen verleiten.

Auf die Frage, wie Weidels wirtschaftspolitisch liberale Haltung zu ihren rechten Positionen in der Einwanderungspolitik passe, sagte sie: „Ich weise das von mir, dass das rechts ist.“ Sie wolle eine „ganz strenge Grenzsicherung“. Das sei, „nicht rechts sondern rechtens“. 

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