Walsers „Ehen in Philippsburg“ erstmals am Theater

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60 Jahre nach dem Erscheinen von Martin Walsers Roman „Ehen in Philippsburg“ zeigt das Schauspiel Stuttgart die erste Bühnenfassung dieser Story aus den Jahren des Wirtschaftswunders. Regisseur Stephan Kimmig erzählt die Geschichte eines Mannes aus kleinen Verhältnissen, der in den 1950ern in die feine Gesellschaft aufsteigt. Walser, der am 24. März 90 Jahre alt wird, hatte unlängst im Kammertheater des Schauspiels selbst aus seinem 1957 erschienenen Erstling gelesen. Dabei sagte er auch, dass der Name Philippsburg erfunden sei und die Geschichte eigentlich in Stuttgart spiele, wo Walser Anfang der 1950er als Rundfunkjournalist arbeitete.

„Rücksichtsloser Egoismus, eitle Beschränktheit und gewissenloses Karrierestreben bestimmen das Handeln der Menschen. Betrug und Heuchelei beherrschen ihre Beziehungen“, schreibt das Theater in seiner Ankündigung. In einer Rolle ist auch der aus dem Fernsehen als „Tatort“-Kommissar bekannte Schauspieler Felix Klare zu sehen.

Walser will sich die Inszenierung zu einem späteren Zeitpunkt ansehen - und nicht zur Uraufführung kommen, wie aus dem Schauspielhaus zu hören war. Kurz vor der Premiere wird im Theatergebäude auch eine Ausstellung über die Entstehungsgeschichte des Romans eröffnet. Walser bestand damals bei Verleger Peter Suhrkamp darauf, dass eine drastische Abtreibungsszene nicht gestrichen wird.

Uraufführung "Ehen in Philippsburg"

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