WAHLLEXIKON: Wahlrecht für Kinder

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Die stärkere Einbindung der Kinderinteressen bei Wahlen wird seit langem von den Fürsprechern der Familie gefordert. Es mehren sich aber auch Stimmen, die angesichts der demographischen Entwicklung eine "Rentnerdemokratie" befürchten, in der es immer schwerer wird, fällige strukturelle Reformen durchzusetzen und Mehrheiten für innovative Ideen zu gewinnen.

Für die Einführung eines "Wahlrechts für Kinder" gibt es unterschiedliche Konzepte:

- ein Wahlrecht ohne jede Altersbegrenzung für jeden, der es bei den Wahlbehörden anfordert,

- eine Herabsetzung des Wahlalters, etwa auf 16 Jahre, wie es in einigen Bundesländern für Kommunalwahlen und Landtagswahlen gilt,

- ein Elternwahlrecht für ihre Kinder (Stellvertreterwahlrecht).

Das Elternwahlrecht wurde bereits in mehreren parteiübergreifenden Anträgen im Bundestag gefordert. Dabei sollen die Eltern für jedes Kind eine zusätzliche Stimme erhalten. Befürworter des Konzepts sprechen auch vom "stellvertretenden Kinderwahlrecht".

Gegen ein Mehrfachstimmrecht wird angeführt, dass es dem Prinzip der Gleichheit der Wahl widerspricht, bei dem keiner mehr Stimmen als andere haben soll. Auch gilt das Prinzip der Unmittelbarkeit der Wahl: Das Wahlrecht darf nach geltendem Recht nicht von einem Mittelsmann ausgeübt werden.

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