Waffenbehörden gehen gegen „Reichsbürger“ vor

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Thomas Strobl spricht während eines Pressestatements. Foto: Lino Mirgeler/Archiv

Sogenannten Reichsbürgern wird in Baden-Württemberg jegliches Recht auf Waffenbesitz entzogen. Bereits erteilte Waffenscheine werden für ungültig erklärt, neue soll es nicht geben. Bis wann diese Anordnung von Innenminister Thomas Strobl (CDU) durch alle Waffenbehörden vollständig umgesetzt sein wird, ist aber drei Wochen nach der Herausgabe des Erlasses noch unklar. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Im Innenministerium geht man bei der Zahl von „Reichsbürgern“ mit Waffenscheinen von einem „niedrigen zweistelligen Bereich“ aus - vorbehaltlich neuer Erkenntnisse. Eine konkrete Frist für Vollzugsmeldungen über die „Reichsbürger“-Entwaffnung aus allen 44 Land- und Stadtkreisen hatte der Minister nicht vorgegeben.

Sprecher der Kreise wiesen unter anderem darauf hin, dass in jedem Fall zu klären sei, „ob die Betroffenen tatsächlich verfassungsfeindliche Bestrebungen haben“. Zudem müssten Beschlagnahmen von Waffen gut vorbereitet sein, da Widerstand nicht auszuschließen sei.

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