Vierjähriger totgeprügelt: Prozess beginnt

Die Familie galt als unauffällig und war dem Jugendamt nicht bekannt: Fünf Jahre nach dem Tod eines vierjährigen Jungen aus Geislingen (Kreis Göppingen) müssen sich die 28-jährige Mutter und ihr damaliger 30-jähriger Partner von Montag an in Ulm vor Gericht verantworten.

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Sie sollen das Kind misshandelt und so den Tod verursacht haben. Mitte Februar 2011 soll einer der beiden das Kind mit der flachen Hand kräftig geschlagen haben; wenig später zudem mit der Faust gegen Kopf, Rumpf und Extremitäten. Im März 2011 erlitt der Junge durch Schläge Hirnverletzungen und -blutungen. Ein Notarzt reanimierte das Kind zwar noch, doch der Junge erlag kurze Zeit darauf in einer Klinik in Tübingen seinen Verletzungen.

Laut Anklage ist fünf Jahre später zwar unklar, wer das Kind geschlagen hat; der jeweils andere aber habe die Schläge gebilligt. Die Angeklagten hätten den Tod des Jungen zwar nicht gewollt, sie hätten ihn aber vorhersehen können. Die Ärzte fanden damals ältere Blutergüsse am ganzen Körper - der Vierjährige war wohl schon häufiger misshandelt worden.

Die Angeklagten befanden sich 2011 für knapp sechs Monate in Untersuchungshaft, seitdem sind sie auf freiem Fuß. Das gemeinsame Kind der Angeklagten wurde damals in die Obhut einer Pflegefamilie gegeben. Der leibliche Vater des getöteten Jungen schloss sich als Nebenkläger dem Verfahren an.

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