Vier Kinder knapp gerettet

Feuerwehrleute und ein Nachbar haben in Münsingen ein tödliches Familiendrama knapp verhindert. Ein Familienvater hatte offenbar das eigene Haus angezündet. Vier Kinder wurden aus den Flammen gerettet.

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Dramatische Szenen haben sich am Samstagmorgen bei einem Brand im Münsinger Teilort Magolsheim abgespielt. Die Feuerwehr war um 4.38 Uhr alarmiert worden. Doch eine entscheidende Szene spielte sich bereits vor der Ankunft der Helfer ab: Die Mutter, die das brennende Haus bereits verlassen hatte, machte einen Nachbarn auf ihre Kinder aufmerksam. Der schnappte sich eine Leiter, stieg durch ein Fenster in den ersten Stock und brachte zwei sieben und neun Jahre alte Kinder unverletzt ins Freie. "Dieses beherzte Eingreifen hat den Schülern das Leben gerettet", stellte wenig später Stadtbrandmeister Berthold Hofmann fest, der mit 60 Feuerwehrleuten vor Ort war.

Auch für zwei weitere Kinder kam die Hilfe "gerade noch rechtzeitig", wie Kreisbrandmeister Wolfram Auch sagte: Die Feuerwehrleute holten die zweijährigen Zwillinge durch einen "massiven Innenangriff" mit Schutzmasken aus dem brennenden Haus. Sie kamen mit leichten Verletzungen in eine Klinik. Rund 40 Minuten dauerte es, bis mehrere Atemschutzträger dank der Wärmebildkamera den noch ansprechbaren Familienvater im brennenden Haus fanden und ins Freie schleppen konnten.

Inzwischen sitzt der Mann in einer Gefängnisklinik in Untersuchungshaft. Denn offenbar wurde in Magolsheim ein tödliches Familiendrama nur knapp verhindert: Der 41-Jährige soll den Brand nach einem heftigen Ehestreit selbst gelegt haben. Gegen ihn wird wegen versuchten Mordes in fünf Fällen und besonders schwerer Brandstiftung ermittelt. Laut Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft besteht "dringender Tatverdacht". So wurde der Familienvater in dem Zimmer gefunden, in dem der Brand in dem Bauernhaus ausgebrochen war. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft in Tübingen wurde der Tatverdächtige dem Haftrichter vorgeführt, der Haftbefehl gegen ihn erlassen hat.

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