Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte bei Glätte

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Warnschild im Winter. Foto: Uwe Zucchi/Archiv

Mindestens ein Toter, mehrere Verletzte und sogar kleine Lawinen: Extreme Glätte und eisige Böen haben in Baden-Württemberg zu Unfällen und massiven Behinderungen geführt. Bei Königheim (Main-Tauber-Kreis) rutschte ein Auto in den Gegenverkehr, ein Mann starb, ein weiterer wurde verletzt. Bei einem Frontalzusammenstoß zwischen Sindringen und Ohrnberg (Hohenlohekreis) wurde ein Fahrer eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Allein zwischen 7.00 Uhr und 9.30 Uhr registrierte die Polizei in Heilbronn am Montag nach eigenen Angaben mehr als 170 Unfälle. Das Innenministerium in Stuttgart warnte über den Kurznachrichtendienst Twitter vor Glätte und Sturm und verwies auf Meldungen der Notfall-Informations- und Nachrichten-App Nina.

„Bei den Leitstellen von Polizei und Rettungsdienst gingen die Unfallmeldungen teilweise im Minutentakt ein“, teilte auch die Polizei in Offenburg mit. Bei Achern nordöstlich von Offenburg verletzte sich ein Radfahrer bei einem Sturz in einer Unterführung schwer. In Steinach (Ortenaukreis) kam ein Autofahrer von der Straße ab und fuhr in einen Seitenarm der Kinzig. Er konnte das Fahrzeug leicht verletzt verlassen. „Trotz steigender Temperaturen und leichtem Sprühregen herrschte vor allem in den frühen Morgenstunden auf vielen Straßen und Radwegen extreme Glätte“, teilte die Polizei mit.

Im Wehratal (Schwarzwald) berichtete die Bergwacht vom Abgang kleiner Lawinen. Niemand sei verletzt worden, hieß es. Allerdings wurde eine Straße teilweise verschüttet. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Unwetter und - in Hochlagen - vor Sturmböen im Schwarzwald und im Allgäu. Zusammen mit der schmelzenden Schneedecke müsse bis Mittwoch mit einer Niederschlagsmenge von 50 bis 90 Litern pro Quadratmeter gerechnet werden, hieß es bei den Meteorologen.

In Stuttgart und anderen Städten rutschten Fußgänger und Radfahrer auf spiegelglatten Wegen aus. Bei Stürzen etwa auf dem Schlossplatz der Landeshauptstadt verletzen sich einige Passanten. Die Behörden warnten mit Nachdruck davor, das Eis auf zugefrorenen Seen zu betreten. „Die Gefahr von Eisbruch haben in den vergangenen Tagen manche unterschätzt“, teilte die Polizei im Hohenlohekreis mit.

Angaben Deutscher Wetterdienst

Warnung des Innenministeriums

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