Videos: Auch Baden-Württemberg will „second“ werden

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Im Netz ist es gerade großer Sport, Videos zu drehen, in dem man US-Präsident Trump launig erklärt, warum nach „America first“ auf jeden Fall das eigene Land oder die eigene Region „second“, also Zweiter, sein sollte. Losgetreten hatten es die Niederländer und über den Satiriker Jan Böhmermann organisiert folgten viele EU-Länder.

Hier das Original aus den Niederlanden, das mittlerweile mehr als 22 Millionen Mal angeklickt wurde auf YouTube:

Und hier, was Satiriker Böhmermann daraus für Deutschland gemacht hat:

Unter dem Hashtag #everysecondcounts rief Böhmermann Satiresendungen in anderen europäischen Ländern dazu auf, selber auch „Second“-Videos aufzunehmen. Hier ausgewählte Ergebnisse:

Die Schweiz zielt auf Trumps frauenfeindliche Einlassungen und bewirbt sich bei ihm damit, dass man Frauen in der Schweiz nicht gut behandelt. Immerhin habe man sie bis 1971 nicht wählen lassen. Hier ihr Beitrag:

Die Österreicher hingegen sind „stolz“, dass sie den „Muslim-Ban“ eingeführt haben, also keine Muslime mehr ins Land zu lassen – und das mehrfach. Hier das Video:

Die Dänen zielen, wie viele der Videos, auf die Diskussion um die Größe von Trumps Händen. Sie hätten zwar keine Freiheitsstatue, dafür aber die „Kleine Meerjungfrau“. Davon dürfe man sich aber nicht täuschen lassen, sie sei eine „Große kleine Meerjungfrau“ – wie Trumps Hände.

Einen etwas anderen Ansatz wählen die Tschechen, die sich nicht als „Second“, sondern als „Fifty-First“ bewerben:

Doch von der Ebene europäischer Nationalstaaten ging es auch auf die regionale herunter. Bayern und Ostfriesland reichten früh ihre Bewerbungen ein – und das mit stichhaltigen Argumenten: Weil man das wirkliche Deutschland sei (Bayern) oder weil man die besten Grenzkontrollen habe (Ostfriesland). Im Bild: Schafe auf einem Deich.

Hier der bayrische Wettbewerbsbeitrag:

Und hier geht es zum Video der Deich-Patrouille in Ostfriesland:

Da wollte man im Südwesten nicht hintanstehen und ist auf den Hype-Zug aufgesprungen. Analog zu Trumps Mauer-Plänen verweist man darin auf S 21 und dass man die Bürger dafür zahlen lasse. Oder dass man mit Stuttgart die dreckigste Stadt Europas habe. Trotz guter Ansätze ist man damit aber richtig schön durchschnittlich statt an der Spitze von Platz zwei unterwegs.

Vielleicht hätte man eher eine regionalisierte Strategie wie der Iran wählen sollen: Es sei egal, wer Zweiter werde und wo man lande – Hauptsache vor dem Irak, heißt es dort augenzwinkernd.

Und zum Abschluss: Namibia. Das reklamiert für sich (wahrscheinlich zurecht), den besten Sonnenuntergang zu haben – jeden Tag. Während alle anderen vor ihren Fernsehern sitzen.

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