Wolfs große Auswahl im VfB-Mittelfeld

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Trainer Hannes Wolf. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv  Foto: 

Alexandru Maxim spielt in den Überlegungen von Stuttgarts Trainer Hannes Wolf nur noch in der Gegneranalyse eine Rolle. Schon im ersten Heimspiel der Bundesliga-Saison trifft Aufsteiger VfB Stuttgart am Samstag (15.30 Uhr/Sky) auf seinen langjährigen und bei den Fans sehr beliebten Fußball-Profi, der sich im Sommer für einen Wechsel zum FSV Mainz 05 entschieden hat. „Er wird sehr motiviert sein. Aber das sind wir auch“, sagte Wolf am Donnerstag. Er freue sich sehr auf die Premiere vor den eigenen Anhängern: „Das Stadion, diesen Rückhalt zu spüren, die Stimmung hier zu fühlen, das gibt auf jeden Fall Rückhalt.“

Auch ohne Maxim im Kader hat Wolf für die zentralen Positionen im Mittelfeld sehr viele Optionen - seit der Verpflichtung des argentinischen Junioren-Nationalspielers Santiago Ascacíbar gibt es sogar acht Spieler, die sich auf der Sechs oder der Acht zu Hause fühlen. Bis auf den 20 Jahre alten Kapitän von Argentiniens U20 stand jeder einzelne davon unter Wolf auch schon in der Startelf. „Ich finde es nicht ungewöhnlich, dass wir einige Spieler haben, die auch da spielen können. Zuletzt haben wir auch mit zwei zentralen Mittelfeldspielern gespielt, wir können immer auch mit drei spielen“, bemerkte Wolf zur großen Auswahl.

Neben Ascacíbar, der für seine Arbeitserlaubns noch mal zurück in die Heimat fliegen musste und am Samstag nur auf der Tribüne sitzen wird, kann der 36-Jährige theoretisch Kapitän Christian Gentner, Matthias Zimmermann, Ebenezer Ofori oder die allesamt maximal 20 Jahre alten Dzenis Burnic, Anto Grgic, Orel Mangala und Berkay Özcan in seine Planspiele einbeziehen. „Das ist, wie Fußball eben funktioniert: Das ist Konkurrenzkampf, da muss man sich dann durchsetzen“, sagte Wolf. „Fakt ist, dass wir Substanz brauchen im Kader und den Wettkampf unter der Woche im Training. Dazu braucht man auch gute Spieler.“

Praktisch wird sich spätestens in der Länderspielpause aber noch der ein oder andere von derzeit 29 Profis im VfB-Kader aus Stuttgart verabschieden. „Da können sie uns vertrauen, wir sind da sehr offen und ehrlich mit den Spielern, um die Perspektive abzustecken. Da laufen momentan auch Gespräche“, erklärte Wolf. Grgic etwa soll verliehen werden, Tobias Werner ist angeblich ein Thema beim 1. FC Nürnberg. Auch Jerome Onguené und Hans Nunoo Sarpei haben in dieser Saison keine gute Perspektive.

Viel größer sind die Erwartungen an Ascacíbar. „Ich erwarte, dass die Qualität steigt im Kader. Dass wir einen guten Spieler dazu kriegen, der schon auf sehr hohem Niveau in Argentinien gespielt hat. Der ein Mentalitätsspieler ist, Zweikämpfe führt und Zweikämpfe gewinnt“, sagte Wolf. „Ich hoffe, dass er uns noch besser macht.“

Auch Sportvorstand Michael Reschke wählte deutliche Begrüßungsworte. „Ganz grundsätzlich darf man von einem jungen Spieler keine Wunderdinge erwarten, aber Santiago wird uns schon in dieser Saison entscheidend helfen können. Und in der Zukunft ist auch mehr als das möglich“, sagte er. Dafür sind die Schwaben bereit, mit Prämien bis zu acht Millionen Euro nach Argentinien zu überweisen - der Vereinsrekord für den teuersten Zugang wäre damit eingestellt.

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