VfB Stuttgart „mit einem Schuss Wut“ nach Fürth

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Stuttgarts Trainer Hannes Wolf ist vor dem Spiel im Stadion. Foto: Peter Steffen/Archiv

Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen in Serie reist der VfB Stuttgart „mit einem Schuss Wut“ zum Auswärtsspiel am Samstag (13.00 Uhr/Sky) bei der SpVgg Greuther Fürth. „Wir haben zuletzt zweimal nicht gewonnen, das ärgert uns natürlich“, sagte Trainer Hannes Wolf am Donnerstag. „Aber es wird eine große Herausforderung für uns, da zu bestehen.“ Allerdings tritt der Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga die Auswärtsreise mit besten personellen Voraussetzungen an. Der zuletzt leicht angeschlagene Abwehrchef Timo Baumgartl trainiert wieder mit der Mannschaft, auch Neuzugang Ebenezer Ofori sei eine Option für Samstag, sagte Wolf.

Vor allem auf Baumgartl dürfte es ankommen. Beim 1:1 am vergangenen Freitag gegen den VfL Bochum hatte die VfB-Defensive über weite Strecken unsicher agiert. Nach zahlreichen Stellungsfehlern der Schwaben war der Revierclub zu guten Chancen gekommen. Für das Spiel in Fürth drängt der Coach daher auf Wiedergutmachung. „Wir sind ja nicht in einer Krise und haben in den sieben Spielen im neuen Jahr 17 Punkte geholt“, sagte der 35-Jährige. „Aber trotzdem nervt uns natürlich dieses nicht gewonnene Heimspiel gegen Bochum.“

Neben Baumgartl wird er in der Innenverteidigung wohl wieder auf den zuletzt gesperrten Marcin Kaminski setzen. Gegen Bochum hatte noch Benjamin Pavard an der Seite von Baumgartl gespielt, was immer wieder zu Abstimmungsproblemen führte. Ob Daniel Ginczek nach seinem wichtigen Tor gegen Bochum diesmal von Beginn an spielen darf, ließ Wolf offen. Er sei schon eine Option, sagte der Trainer. Verraten wollte er wie gewöhnlich aber nichts.

Dafür sprach er in höchsten Tönen vom nächsten Gegner. Seit sechs Spielen sind die Franken ungeschlagen, die Wende zum Besseren begann mit der Beförderung des U19-Coaches Janos Radoki zum Cheftrainer im vergangenen November. „Fürth hat sich unter dem neuen Trainer weiter entwickelt“, sagte Außenstürmer Carlos Mané im Interview den „Stuttgarter Nachrichten“ und der „Stuttgarter Zeitung“ (Donnerstag). Nicht nur der Portugiese rechnet daher mit einem anderen Spiel als beim lockeren 4:0-Erfolg in der Hinrunde. „Das ist eine Mannschaft, die anders ist als andere, weil sie einen spielerischen Ansatz hat“, sagte Wolf.

Im Kampf um die Rückkehr in die Erste Liga brauchen die Schwaben unbedingt einen Sieg. Nach den jüngsten beiden Unentschieden ist die Gruppe der Aufstiegsfavoriten wieder enger zusammengerückt. Der Vorsprung auf Hannover 96 auf dem dritten Rang schrumpfte auf vier Punkte, Union Berlin lauert zwei Zähler hinter dem Tabellenführer. „Klar ist, dass das Aufstiegsrennen längst nicht entschieden ist“, sagte der Coach. „Darum haben wir ein sehr wichtiges Spiel jetzt vor der Länderspielpause. Das wollen wir unbedingt gewinnen.“

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