Vergleich nach fristloser Kündigung wegen Überweisung

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Eine Buchhalterin, die einem Betrüger 1,6 Millionen Euro überwies und daraufhin fristlos entlassen wurde, hat sich mit ihrem Arbeitgeber auf einen Vergleich geeinigt. Das teilte das Arbeitsgericht Pforzheim am Mittwoch mit (Az. 6 Ca 461/16). Die Frau war auf die sogenannte Chef-Masche hereingefallen und hatte das Geld in dem Glauben überwiesen, es handele sich um eine Unternehmenstransaktion. Aus Sicht der betroffenen Pforzheimer Firma hatte die Frau grob fahrlässig gehandelt. Ein Vorsatz sei ihr aber nicht nachzuweisen, hieß es in der Gerichtsmitteilung weiter. Die Parteien einigten sich auf einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses und den Verzicht auf weitere finanzielle Ansprüche.

Die Frau hatte angegeben, den Anruf eines Mannes erhalten zu haben, der sich als Anwalt ausgab. Anschließend habe sie mehrere E-Mails bekommen, die sie für Mails ihres echten Chefs hielt. Danach überwies sie das Geld auf ein Konto in China. Der Betrugsfall steht in einer Reihe mit deutschlandweit ähnlichen Internet-Betrügereien. Mit der auch als Geschäftsführertrick oder CEO-Fraud (Vorstand-Betrug) bekannten Masche wurden bereits zahlreiche Unternehmen um teils hohe Summen geprellt.

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