Verein will Brauchtum des Grüß-Gott-Sagens erhalten

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Mitglieder des Grüß-Gott-Vereins unterhalten sich in der Stube. Foto: Felix Kästle/Archiv

Hallo oder Hi gehen schon mal gar nicht: Im württembergischen Allgäu will ein Verein die traditionelle Kultur des Grüßens bewahren. Dazu hat Karl Stiefenhofer in Eglofs (Kreis Ravensburg) den nach eigenen Angaben ersten Grüß-Gott-Verein Deutschlands gegründet. 500 Mitglieder zählt die Gruppe bislang, doch wenn es nach dem 67-Jährigen geht, könnte es in den nächsten vier Jahren 10 000 Mitstreiter geben. Zum Vergleich: Die kleine Gemeinde Eglofs zählt derzeit rund 1600 Einwohner.

Für das Miteinander im Verein gibt es nur eine einzige Regel: Wer die Stube des örtlichen Musikmuseums beim monatlichen Treffen betritt, hebt den Hut oder die Hand und sagt „Grüß Gott“. Wahlweise geht auch „Griaß di„ oder „Griaß eich mitanand“. Fertig. Strafen für Falschgrüßer gibt es nicht, auch die Mitgliedschaft im Verein ist kostenlos.

„Wir wollen den Aufwand so gering wie möglich halten“, sagt Stiefenhofer. „Im Idealfall gibt es irgendwann einmal Sektionen.“ Überall sollen Grüß-Gott-Stammtische entstehen. „So möchten wir den Trend zum bedeutungslosen „Hallo“ stoppen.“ Ein schöner Nebeneffekt sei, dass ein Gespräch, das mit „Grüß Gott“ beginne, meist im Dialekt weitergeführt werde.

Grüß Gott Verein im Internet

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