Verdi zu Schlecker-Urteil: „Antwort des Rechtsstaates“

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Der ehemalige Drogeriekettenbesitzer Anton Schlecker (m.) im Gerichtssaal. Foto: Sina Schuldt  Foto: 

Die Gewerkschaft Verdi hat das Urteil des Stuttgarter Landgerichts gegen Anton Schlecker sowie seine Kinder Lars und Meike grundsätzlich begrüßt. Allerdings würden die Schuldsprüche gegen Mitglieder der Schlecker-Familie den im Zuge der Insolvenz arbeitslos gewordenen Beschäftigten nicht mehr helfen.

Dass Lars und Meike Schlecker zwei Jahre und neun beziehungsweise zwei Jahre und acht Monate in Haft sollen, sei eine „Antwort des Rechtsstaates auf diese Form der Wirtschaftskriminalität und fehlende Unternehmensverantwortung“, hieß es am Montag aus der Verdi-Zentrale in Berlin. Anton Schlecker war in dem Bankrott-Prozess zu einer zweijährigen Bewährungs- und zu einer Geldstrafe von insgesamt 54 000 Euro verurteilt worden.

Stefanie Nutzenberger aus dem Verdi-Bundesvorstand sagte laut Mitteilung, das Schicksal der Mitarbeiter habe die Schleckers nach dem Aus ihrer Konzerns nicht bewegt. „Die Wut und die Verbitterung der 27 000 Frauen, die von heute auf morgen auf die Straße gesetzt und ihrer Existenzgrundlage beraubt wurden, hat die jetzt Verurteilten nie interessiert.“ Unabhängig von dem Strafprozess habe sich die Lage der Beschäftigten kaum verbessert. „Einige wenige haben einen etwa sozial gleichwertigen Arbeitsplatz bekommen, viele müssen sich auf materiell niedrigerem Niveau einrichten.“

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