Verband dringt bei MS auf bessere Diagnose

|

Rund 16 000 Multiple-Sklerose-Patienten leben in Baden-Württemberg, jeden Tag wird ein neuer Fall diagnostiziert. Jetzt legt der vor 50 Jahren gegründete Landesverband der MS-Kranken erstmals eine landesweite Studie zur Versorgung vor, basierend auf Tausenden Patientendaten.

Noch immer ist die Multiple Sklerose, eine Entzündung des Gehirns, zwar nicht heil-, aber zumindest behandelbar. Doch es vergeht zu viel Zeit zwischen dem Ausbruch der Krankheit und der Diagnose - im Schnitt mehr als drei Jahre, sagt eine gestern veröffentlichte Studie. Weil MS viele Gesichter hat, ließen sich die Patienten oft erst bei Fachärzten wegen zahlreicher unterschiedlicher Symptome behandeln - wenn überhaupt. Die Amsel-Stiftung, der Landesverband innerhalb der Deutschen Multiple Sklerose-Gesellschaft, hofft, dass diese jetzt erkannten Versorgungslücken künftig zu einer besseren Patientenversorgung führen. Die seit Mitte der 1990er-Jahre entwickelten Medikamente wirkten am besten im Frühstadium, sagt der Neurologe Peter Flachenecker. Er wünscht sich, dass die Patienten deshalb früher als bislang eindeutige Signale zu deuten wissen, darunter die über eine bloße Müdigkeit hinausreichende Erschöpfung. Deshalb und wegen der mit der Krankheit oft einhergehenden Bewegungseinschränkungen muss ein Drittel der Patienten derzeit noch vorzeitig in Rente.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Betrunkener Autofahrer rammt Polizeiwagen - Drei Verletzte

Ein betrunkener Autofahrer hat in Eberhardzell (Landkreis Biberach) einen Polizeiwagen derart gerammt, dass ein Polizist im Auto schwer verletzt wurde. weiter lesen

Unfall mit Streifenwagen-