Verbände fordern Gesundheitskarte für Flüchtlinge

In einem offenen Brief an Ministerpräsident Kretschmann (Grüne) und alle Landtagsabgeordneten fordern Initiativen und Verbände auf, die Gesundheitskarte für Flüchtlinge einzuführen.

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In einem Brief an Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und alle Landtagsabgeordneten Baden-Württembergs fordern Initiativen und Verbände der Medinetz-Bewegung sowie der Flüchtlingshilfen - unterstützt von der Landesärztekammer und des Marburger Bundes - auf, die Gesundheitskarte für Flüchtlinge einzuführen.

Der Sprecher der Initiativen, Jakob Richers erinnert den grünen Ministerpräsidenten daran: "Nachdem Sie 2015 im Bundesrat der Verschärfung des Asylgesetzes zugestimmt hatten, haben sie im Gegenzug einen verbesserten Zugang zur medizinischen Versorgung in Form einer elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete versprochen. Dies ist bis heute in Baden-Württemberg auch nicht nur ansatzweise umgesetzt."

Die 18 Initiativen und Verbände weisen in ihrem offenen Brief darauf hin, dass dafür vom Bund die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen worden sind und dass in den medizinischen und flüchtlings-betreuenden Fachkreisen die Gesundheitskarte als sicher und umsetzbar gilt. Auch die Kosten seien kein Argument: Laut einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg sind die Pro-Kopf-Ausgaben bei eingeschränktem Zugang zum Gesundheitssystem um circa 40 Prozent höher als bei Asylsuchenden mit medizinischer Regelversorgung.

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