VBE fordert Informatikunterricht für weiterführenden Schulen

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Dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg geht die geplante Einführung des einstündigen Informatikunterrichts an Gymnasien nicht weit genug. Stattdessen forderte der Verband in einer Pressemitteilung vom Samstag in Stuttgart, alle weiterführenden Schulen so schnell wie möglich mit einzubeziehen. Gerhard Brand, Landesvorsitzender des VBE, sagte: „Unsere Umfrage im vergangenen Jahr hat deutlich gezeigt, dass dieser für die Zukunft wichtige Bereich an allen weiterführenden Schulen notwendig ist.“

Laut den „Stuttgarter Nachrichten“ stimmt das grün-schwarze Landeskabinett am Dienstag voraussichtlich der Einführung von Informatikunterricht für Siebtklässler an allgemeinbildenden Gymnasien zu. Diese Schüler erhalten vom kommenden Schuljahr an eine Stunde pro Woche Informatikunterricht. Alle anderen Schulen müssen erst mal warten.

Allerdings ist in der Vorlage laut der Zeitung verankert, dass das Ministerium beauftragt werde, im nächsten Schritt eine Konzeption für die weitere Implementierung des Informatikunterrichts an den Gemeinschaftsschulen sowie den anderen weitergehenden Schulen zu erstellen. Darauf hatten die Grünen gedrungen. Der VBE begrüßte diesen Schritt.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) muss sparen. Statt der beantragten 160 hatte sie im Zuge der Haushaltsverhandlungen nur 60 Lehrerstellen bekommen. Der grün-schwarze Koalitionsvertrag sieht vor, dass die Informatik in den Schulen unter anderem mit dem „Aufbaukurs Informatik“ in Klasse 7 aller weiterführenden Schulen vorangetrieben werden soll.

In der repräsentativen Umfrage, die der VBE zusammen mit dem Ditigalverband bitkom und der Learntec durchführte, sprachen sich 54 Prozent der Lehrkräfte dafür aus, Informatik und anderen Digitalthemen einen höheren Stellenwert einzuräumen. 35 Prozent plädierten sogar dafür, dass Programmieren zu Alltagsfähigkeiten wie Rechnen oder Schreiben gehören sollte. 82 Prozent der Lehrer wünschen sich laut dem VBE außerdem, dass die einschlägigen Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte ausgebaut werden. 73 Prozent fordern darüber hinaus, dass das Lehramtsstudium besser auf den Einsatz digitaler Medien im Unterricht vorbereiten soll.

Brand forderte die Parteien auf, das Geschachere um die Stellen an verschiedenen Schularten einzustellen: „Es ist die Verpflichtung des Landes gegenüber der nachwachsenden Generation diese Bildung für alle sicherzustellen. Was wir hier gerade erleben gleicht einer Feilscherei auf dem Basar und hat mit solider Bildungspolitik nichts zu tun.“

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