Urteil: Ex-Bewohner wollte Flüchtlingsheim anzünden

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Ein Ex-Bewohner wollte ein Heidelberger Flüchtlingsheim anzünden. Foto: U. Anspach/Archiv

Ein Ex-Bewohner und sein Komplize sollen in einer Heidelberger Flüchtlingsunterkunft mehrere Brände gelegt haben. Am Montag fällt das Landgericht Heidelberg sein Urteil über die 25 und 27 Jahre alten Männer. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen versuchte gemeinschaftliche, besonders schwere Brandstiftung vor. Im Fall einer Verurteilung droht ihnen eine mehrjährige Haftstrafe.  

Das Duo soll im vergangenen Oktober mitten in der Nacht an den Eingängen der Unterkunft im Stadtteil Pfaffengrund Feuer gelegt haben. Beide waren zur Tatzeit betrunken. Verletzt wurde niemand. Bewohner der Unterkunft hatten die Brände frühzeitig entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Es entstand nur geringer Sachschaden. Mehrere Bewohner verfolgten die beiden Verdächtigen, als sie flohen. Durch ihre Hinweise konnte das Duo kurze Zeit später in der Nähe des Tatorts festgenommen werden.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, die mehr als 100 Bewohner des Flüchtlingsheims in Lebensgefahr gebracht zu haben. Das Gericht muss nun unter anderem darüber befinden, ob das Duo nachweislich das Gebäude anzünden oder den Bewohnern nur einen Schrecken einjagen wollte. 

Die Tat streiten die beiden Männer nicht ab, berufen sich aber nach Angaben eines Gerichtssprechers darauf, dass sie in der Nacht völlig betrunken waren. Einer der Angeklagten gab an, er habe eine Flasche Whisky getrunken. Der andere sagte aus, er habe bei den Taten nur daneben gestanden. Das Motiv der beiden liegt weiter im Dunkeln; vor Gericht wollten sie sich dazu nicht äußern. 

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