Betrug mit E-Zigaretten: Hohe Haftstrafen gegen Drahtzieher

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Auf einem Tisch liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv

Im Prozess um einen Millionenschwindel mit angeblich rauchfreien E-Zigaretten sind die Drahtzieher am Dienstag zu Haftstrafen von jeweils mehr als zehn Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Stuttgart sah es nach annähernd 200 Verhandlungstagen seit März 2014 als erwiesen an, dass die heute 63 Jahre und 64 Jahre alten Männer vor mehr als zehn Jahren Anleger um insgesamt 20 Millionen Euro betrogen haben (Az: 6 KLs 163 Js 28886/13).

Laut Urteil haben sie europaweit Aktien von Schweizer Gesellschaften verkauft, die eine angeblich marktreif entwickelte, rauchfreie elektronische Zigarette der Marke „NicStic“ produzieren sollten. Tatsächlich habe das Produkt nicht funktioniert oder gar Marktreife erreicht, sagte der Vorsitzende Richter. Mehr als 500 Anlegern seien wertlose Aktien angedreht worden. Ein Angeklagter wurde wegen Betruges zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt, der andere zu elfeinhalb Jahren.

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