Urlauber zieht es in den Südwesten

Bei Urlaubern wird Baden-Württemberg immer beliebter. Mit über 50 Millionen Übernachtungen meldet der Tourismus den fünften Rekord in Folge.

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Aus der Schweiz kommen immer noch die meisten ausländischen Urlauber nach Baden-Württemberg. Mit 1,1 Millionen Ankünften steigerten die Eidgenossen ihren Anteil um 11,6 auf 25,2 Prozent des "Auslands-Quellmarktes". Doch mehr noch legten Briten (12 Prozent), Inder (20 Prozent), Araber aus den Golfstaaaten (22 Prozent), Spanier (25 Prozent) zu. Die höchste Steigerung ist Chinesen aus der Volksrepublik und Hongkong mit 46,3 Prozent zu verdanken - wenngleich sie mit 196 599 Ankünften nur 4 Prozent ausmachen.

Der für Tourismus zuständige Minister Alexander Bonde und das Statistische Landesamt zählten 2015 insgesamt 50,8 Millionen Übernachtungen, plus 3,3 Prozent. Das Urlaubsgewerbe sei "ein Job-Motor", freute sich Bonde. Zum fünften Mal in Folge seien "absolute Rekordwerte" erzielt worden. Auch wenn fast 40 Millionen Übernachtungen von Deutschen ("das tragende Rückgrat des Tourismus") gebucht würden, sieht Bonde den Südwesten als "attraktives Reiseland, das auch im Ausland an Strahlkraft gewinnt". Freilich trugen auch viele Geschäftsreisende zu den Spitzenwerten bei.

Der Sprung über die 50-Millionen-Marke ist für Andreas Braun "ein riesiger Erfolg". Die Dimension, erklärte der Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH, werde beim Blick zurück deutlich: Seit 2005 gab es über zehn Millionen mehr Übernachtungen. Nicht nur die Angebote seien verbessert worden, auch effektiveres Marketing ("Wir sind Süden") habe sich ausgezahlt, stellte Bonde fest.

Der Minister führt das positive Ergebnis auch auf gutes Wetter zurück. Dabei freut sich eine Zielgruppe auch über Dauerregen: Immer mehr Israelis flüchten aus der nahöstlichen Trockenheit in den Schwarzwald. 2015 trugen sie mit 251 909 Übernachtungen, einem Plus von 11,6 Prozent, zum Rekord bei. Sie blieben im Schnitt 3,9 Tage. Nur Indern gefiel es noch besser, sie reisten erst nach 6,1 Tagen ab.

Politische Sanktionen schlugen sich auch im Tourismus nieder. 27,1 Prozent weniger Russen landeten im Land. Hier gelang einem scheinbaren Außenseiter unter den Regionen der höchste Zuwachs: Das nördliche Baden-Württemberg legte um 6 Prozent zu. Nur ein Bereich büßte an Beliebtheit ein - der Hegau und die Vulkane (-1,1 Prozent).

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