Uni Freiburg wirft Dopingfahnderin Vertragsbruch vor

Nach dem Aus für die Doping-Untersuchungskommission an der Universität Freiburg geht der Kampf um die Deutungshoheit in die nächste Runde.

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Nach Ansicht der Hochschule sind nicht nur die fünf Mitglieder, sondern auch Letizia Paoli als Vorsitzende der Kommission zurückgetreten. Die Universität wirft der italienischen Wissenschaftlerin deswegen Bruch ihres Vertrags vor. "Unabhängig von formalen Aspekten hat sich die Kommissionsvorsitzende mit ihrem Verhalten der vergangenen Wochen der Erfüllung ihrer Pflichten aus dem von ihr mitunterzeichneten Vertrag nunmehr endgültig entzogen", heißt es in einer am Freitag verschickten Pressemitteilung.

Weil Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer Forderungen der Kommission nicht nachgekommen war, hatten Hans Hoppeler, Hellmut Mahler, Perikles Simon, Fritz Sörgel und Gerhard Treutlein am Dienstag eine Rücktrittserklärung veröffentlicht. Paoli fehlte - dem Anschein nach aus juristischen Gründen. Paoli arbeitet für die belgische Universität Leuven, die mit der Hochschule aus dem Schwarzwald einen Vertrag geschlossen hat und nach Angaben der Freiburger etwa 362.000 Euro für Paolis Wirken bekommen hat.

Die Kommission sollte aufklären, wie die Freiburger Sportmedizin in das Doping von Spitzensportlern verwickelt war. Die Kommission beklagte sich immer wieder über Behinderung bei der Arbeit.

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