Umfragen: Grüne im Südwesten vor CDU - AfD in Sachsen-Anhalt vor SPD

Knapp drei Wochen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt sind CDU und SPD nach Umfragen des INSA-Instituts weiter abgerutscht.

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am 13. März wird in Baden-Württemberg der neue Landtag gewählt.  Foto: 

In Baden-Württemberg liegen die Grünen in der Wählergunst nun erstmals vorn, wie die "Bild"-Zeitung als Auftraggeberin der Umfrage berichtete. Gegenüber der vergangenen INSA-Umfrage vor rund zwei Wochen legten sie auf 30,5 Prozent zu. Die CDU rangiert mit 30 Prozent knapp dahinter. Wenn am Sonntag bereits gewählt worden wäre, hätte die SPD demnach 16 Prozent erreicht, die AfD 10, die FDP 7 und die Linkspartei 3 Prozent.

In Sachsen-Anhalt zieht die AfD mit 17 Prozent erstmals an der SPD vorbei, die nur noch auf 16 Prozent kommt. Die CDU liegt dort derzeit mit 30 Prozent aber weiterhin deutlich vorn. Die Linken liegen bei 21 Prozent, die Grünen bei 5 und die Freidemokraten bei 4 Prozent.

In Rheinland-Pfalz schrumpft der Vorsprung der CDU auf die SPD. Die Sozialdemokraten kommen jetzt auf 33 Prozent, die CDU auf 35 Prozent. Die grüne Partei kommt auf 9 Prozent, die FDP auf 7, die AfD auf 8,5 und die Linke 4.

Für die repräsentativen Umfragen befragte INSA vom 19. bis 20. Februar in den drei Bundesländern jeweils mindestens 1000 Wahlberechtigte. Die Fehlerabweichung liegt in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt bei 2,8 Prozentpunkten, in Rheinland-Pfalz bei drei Punkten. In allen drei Ländern ist mehr als ein Drittel der Wähler noch unentschlossen.

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Kommentare

22.02.2016 21:54 Uhr

Südwest-CDU schwimmen die Felle davon ...

und so langsam bricht bei den Schwarzen Panik aus, denn ihre Spitzenkandidaten Guido Wolf und Julia Klöckner fordern von Kanzlerin Merkel mehr Distanz zum amtierenden MP Kretschmann. Daraufhin erteilte Merkel Wolf und Klöckner eine deutliche Abfuhr.

Zudem wäre Guido Wolf nicht bereit, Juniorpartner in einer grün-schwarzen Landesregierung zu sein. Die Frage nach einer Beteiligung der Union an einer von den Grünen geführten Landesregierung verneinte er in der „Bild“-Zeitung und fügte hinzu: „Die CDU wird auch am Wahlabend klar vor den Grünen liegen.“ Damit reagierte er auf eine von dem Blatt in Auftrag gegebene INSA-Umfrage.

Wolf wird am Wahlabend wohl seinen Rücktritt von allen Ämtern bekanntgeben. Ich freue mich schon jetzt darauf!

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.wahl-umfrage-sieht-gruene-vorn-wolf-will-nicht-juniorpartner-sein.9082ffc5-7db0-44c3-a4a2-cbc05966da57.html

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22.02.2016 20:28 Uhr

Neue Option: Grün-Schwarz

Da die Grünen nun stärkste Partei im Land werden, ist eine grün-geführte Landesregierung unter MP Kretschmann nun weiterhin realistisch und keine Utopie mehr. Eine schwarz-grüne Koalition unter einem MP Wolf geht absolut nicht und ist den Grünen weder zumut- noch vermittelbar.

Wäre diese Konstellation nicht für CDU-Wähler das Ei des Kolumbus? Die CDU wäre wieder in der Regierung, wenn auch nur als Juniorpartner, und der auch bei CDU-Anhängern beliebte Kretschmann bliebe MP.

Allerdings müssten die Grünen für diese Lösung eine absolut unverhandelbare Bedingung stellen: Winfried Hermann muss Verkehrsminister bleiben. In diesem Ressort eine Frau Razavi zu akzeptieren, hieße den verkehrspolitischen Offenbarungseid zu leisten.

Die wirklich heikle Frage, die dann noch zu beantworten bliebe, lautet: Welches Ressort bekommt eigentlich der werte Herr Wolf?

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22.02.2016 19:40 Uhr

Grüne überflügeln die CDU

Köstlich, die CDU hinter den Grünen, die SPD kurz vor der Bedeutungslosigkeit - das ist schon großes Kino ... Glückwunsch an die ehemaligen Volksparteien - sie haben sich den Abstieg durch jahrzehntelanges Murksen verdient.

Eine CDU die jahrzehntelang regiert hat, z.B. zum Thema Verkehr nichts auf die Reihe bekommen hat und nun im Wahlkampf Straßenbau fordert, lächerlich!

Eine FDP die nur mitregieren will, egal wie und auf Wahlplakaten Kretschmann vorwirft, in die Windenergie zu viel Geld zu stecken, obwohl das EEG bekanntlich ein Bundesgesetz ist, noch lächerlicher.

Eine SPD, die ihre früheren Werte ganz verloren hat, und eine AFD die gegen alles ist, was mit Flüchtlingen zu tun hat aber kein funktionierendes, gesetzlich auch machbares Konzept hat und ansonsten den Klimawandel leugnet, auch unwählbar.

Da haben die Grünen z.B. beim Thema Verkehr schon mehr erreicht (z.B. günstigeren Nahverkehrsvertrag ausgehandelt). Allerdings ist es ihnen auch nicht gelungen, den Wahnwitz Stuttgart 21 zu stoppen.

Die Umfrage mit dem erdrutschartigen Abrutschen der CDU hinter die Grünen wurde von der BILD-Zeitung in Auftrag gegeben. Ich gehe also davon aus, dass der tatsächliche Wert der CDU sogar noch niedriger liegt.

http://www.wahlrecht.de/umfragen/landtage/baden-wuerttemberg.htm

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