Umfrage sieht CDU im Land wieder vor den Grünen

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Bei einer Direktwahl des Ministerpräsidenten würden sich 68 Prozent der Baden-Württemberger für Grünen-Regierungschef Winfried Kretschmann entscheiden. Auf seinen Stellvertreter, den CDU-Innenminister Thomas Strobl, entfielen 16 Prozent. Bei der Parteipräferenz liegt die CDU ein Jahr nach der Landtagswahl vom 13. März 2016 nun aber mit 28 Prozent knapp vor den bei 27 Prozent notierten Grünen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von SWR und Stuttgarter Zeitung. Damit profitiert die CDU, die vor einem Jahr auf 27 Prozent abgestürzt war, bislang mehr vom gemeinsamen Bündnis als die Grünen, die bei der Wahl 2016 noch auf 30,3 Prozent gekommen waren.

Als Folge der Beliebtheit des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz macht die Südwest-SPD einen Sprung nach vorn. Sie verbessert sich um sieben Punkte auf 20 Prozent. Der intern zerstrittene Landtagsneuling AfD fällt deutlich von 15,1 auf 11,0 Prozent, die FDP leicht von 8,3 auf 7,0 Prozent zurück.

Eine Mehrheit von 57 Prozent der Bürger im Land begrüßt die von Grün-Schwarz ab 2018 geplanten Einfahrverbote in den Stuttgarter Talkessel an Feinstaubalarmtagen für Dieselfahrzeuge, die die Euronorm 6 nicht erfüllen. 38 Prozent halten die Entscheidung für falsch. Im Großraum Stuttgart fällt das Echo mit 48 Prozent Befürwortern und 45 Prozent Gegnern gespalten aus.

Mit einem Kommentar von Roland Müller.

Aufschwung der Landes-CDU: Die Bewährungsprobe steht noch aus

Schulz-Effekt, Kretschmann-Dämmerung, AfD-Abstieg – man kann viel hineindeuteln in die aktuellen Umfragezahlen im Südwesten. Ein Jahr nach der Landtagswahl und vier Jahre vor der nächsten ist vieles Spielerei. Zumal der Schatten Berlins gerade groß ist.

Ein Wert sticht aber doch etwas heraus und kann einer Partei im Land Mut machen: Dass die CDU sich gegen den allgemeinen Trend vom katastrophalen Wahlergebnis des Vorjahres erholen kann, ist zumindest ein Hinweis dafür, dass sie als Juniorpartner in der Koalition mit den Grünen nicht komplett „verzwergt“. Innenminister Thomas Strobl ist es mit seinem lautstarken Profilierungskurs im Bereich Asyl und Innere Sicherheit offenbar gelungen, Punkte zu sammeln. Das stärkt seine Position – und ist ein Fingerzeig dafür, dass seine Strategie, das Innenministerium zum CDU-Machtzentrum auszubauen, aufgehen könnte.

Das allein wird aber auf Dauer nicht reichen. Der Weg zu alter Stärke ist weit, parteiinterne Querelen sind nicht bereinigt – und in der Bildungspolitik stehen schmerzhafte Spardebatten ins Haus. Dann zeigt sich, ob die neue CDU-Balance wirklich trägt.

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Kommentare

13.03.2017 03:00 Uhr

Die Grünen

liegen Bundesweit momentan bei 7%, kein Wunder bei den Ausfällen die sie so manches mal an den Tag legen und bsw. im Bundesrat auch mit dafür verantwortlich waren das die Maghreb Staaten nicht als sichere Herkunftsländer eingestuft werden können, ein Skandal wenn man weis das die Anerkennungsquote nicht mal bei 25% dafür aber die sogenannten "Nafris" schon bei 43% bei bekannt gewordenen Straftaten involviert sind.

Bis September ist aber noch Luft nach unten, 2,1% runter sind auch noch zu schaffen.

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