Über Baiersbronn leuchten weiter acht Sterne

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Mit acht Sternen von Michelin wird Baiersbronn weiterhin das „Dorf der Gourmets“ bleiben. Die begehrtesten Auszeichnungen der Gastro-Kritik haben die Inspektoren des Reifenkonzerns nach bewährter Manier verteilt. Jörg Sackmann (56) verteidigte in seinem Hotel im Ortsteil Schwarzenberg die zwei Sterne, die er erstmals 2013 bekommen hat. Claus-Peter Lumpp (53) vom Hotel Bareiss hat sich mit seinem Team der drei Sterne für würdig erwiesen, die seit zehn Jahren über der edlen Herberge im Teilort Mitteltal erstrahlen.

Mit Spannung war erwartet worden, wie die Inspektoren aus Karlsruhe auf den geräuschvollen Wechsel in der Schwarzwaldstube des Hotels Traube in Baiersbronn-Tonbach reagieren würden. Dort war Harald Wohlfahrt (62) unter unrühmlichen Umständen – erst Arbeitsgerichtsprozess, dann Abfindung – ausgeschieden. Er war als einziger seines Berufsstandes 25 Jahre lang unterbrochen mit drei Sternen für seine überragende Kunst geadelt worden. Sein Nachfolger und früherer Souschef Torsten Michel (39), seit 2004 in der „Traube“, konnte das hohe Niveau halten.

Baden-Württemberg bleibt  das Feinschmeckerland Nummer 1. Von 300 Restaurants mit mindestens einem Michelin-Stern liegen 74 zwischen Main und Mainau, 2016 waren es 69. Neu in dieser höchsten Liga spielen „Siedepunkt“ in Ulm-Böfingen, „Eckert“ in Grenzach-Wyhlen, „Anima“ in Tuttlingen.  In Mannheim sind gleich zwei Häuser in die Stern-Klasse aufgestiegen: „Emma Wolf since 1920“ und „Le Corange“. Damit hat die Quadratstadt fünf exquisite Anlaufstellen für Feinschmecker. Eine Besonderheit ist dabei das kulinarische Angebot in einem Kaufhaus: Dort befindet sich neben „Le Corange“ das „Opus V“, das dem Michelin seit November 2016 zwei Sterne wert ist.

Aufgestiegen ist das Wald- und Schlosshotel Friedrichsruhe bei Öhringen, das dank der handwerklichen Fertigkeiten von Boris Rommel für das Restaurant „Le Cerf“ den lang ersehnten zweiten Stern erhielt. Von den 39 Häusern dieser Kategorie liegen damit sieben in Baden-Württemberg.

„Die dynamische Entwicklung zeigt, dass sich Deutschland als Ziel ersten Ranges für Feinschmecker etabliert hat“, erklärte Michael Ellis, internationaler Direktor des Guide Michelin in Potsdam.

Das dicke Männchen „Bib“, Symbol des Reifenkonzerns Michelin, steht auch für eine besondere Form der Hochleistung in der Gastronomie. Der „Bib Gourmand“ kennzeichnet seit 1997 Lokale, in denen „gepflegte Mahlzeiten“ zu „moderaten Preisen“ serviert werden. Das Interesse an diesen Häusern ist so groß, dass Michelin seit 2015 ein eigenes Buch mit den Adressen veröffentlicht.

Drei Gänge dürfen maximal 37 Euro kosten. Verlangt werden von den Testessern hohe Qualität der Produkte und Sorgfalt bei der Zubereitung. Auch in dieser Kategorie ist Baden-Württemberg Spitze. Von den 460 „Bib“­-Topadressen für 2018 liegen 149 im Südwesten, das sind drei mehr als im Vorjahr. hgf

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