Türkische Gemeinde kritisiert Regierungs- und Parteiarbeit

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Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland (TGD), Gökay Sofuoglu. Foto: Gregor Fischer/Archiv

Die Türkische Gemeinde in Deutschland hat eine Vermischung von Regierungs- und Parteiarbeit durch türkische Minister in Deutschland kritisiert. „Ich finde es nicht okay, dass die türkische Regierung mit staatlichen Mitteln versucht, im Ausland für die AKP Partei zu ergreifen“, sagte der Landes- und Bundesvorsitzende der Verbandes, Gökay Sofuoglu, der Deutschen Presse-Agentur.

Hintergrund ist eine Gründungsversammlung der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) im Landkreis Rastatt am Donnerstag, zu der Justizminister Bekir Bozdag kommt. Nach Angaben der Regierungspartei AKP handelt es sich um einen Wahlkampfauftritt, bei dem der Minister um Zustimmung zu einem Präsidialsystem beim bevorstehenden Referendum werben will. Solche Vermischungen beobachte er auch bei Veranstaltungen von Staatschef Recep Tayyip Erdogan, sagte Sofuoglu. Außerdem pflanzten solche Auftritte einen Spaltpilz in die türkische Gemeinde in Deutschland.

Statt bei den in Deutschland lebenden Türken auf Staatskosten für ihre Partei zu werben, sollten türkische Regierungsmitglieder lieber mit der deutschen Regierung über die Freilassung des „Welt“-Korrespondenten Deniz Yücel aus türkischer Untersuchungshaft sprechen, sagte Sofuoglu. „Ich bin für die sofortige Freilassung von Yücel und aller inhaftierten 150 Journalisten - Journalismus ist kein Verbrechen.“

Türkische Gemeinde

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