Türkische Gemeinde besorgt wegen gespannter Lage

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Der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde, Gökay Sofuoglu. Foto: Gregor Fischer/Archiv

"Die angedrohten Maßnahmen werden natürlich nicht nur die Putschisten betreffen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart. Er sah in der Verfolgung Tausender Richter die Gefahr, dass der misslungene Staatsstreich genutzt dazu werden könnte, in die Vergangenheit abzugleiten. Die Türkei müsse einen demokratischen Weg gehen, forderte Sofuoglu, der auch die Gemeinde in Baden-Württemberg leitet.

Bislang wurden in der Türkei 2700 Richter abgesetzt und örtlichen Medien zufolge 140 zur Fahndung ausgeschrieben. "Es hat immer wieder Gespräche gegeben mit den Richtern, aber keine Grundlage, sie festzunehmen", sagte Sofuoglu. Nun werde der niedergeschlagene Putsch dafür genutzt. Zudem stört sich die Türkische Gemeinde an der Diskussion über eine Wiedereinführung der Todesstrafe.

Ihr Chef betonte, dass er kein Anhänger von Verschwörungstheorien sei, wonach der Staatsstreich inszeniert worden sein könnte. "Ich sehe die Entwicklung aber mit großer Sorge", sagte Sofuoglu. Demokratie sei jetzt besser als jede weitere Spaltung.

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