Trainer wegen Missbrauchs vor Gericht

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Ein "Sport-Mentaltrainer" muss sich wegen sexuellen Missbrauchs vor dem Heidelberger Landgericht verantworten. Der 56-Jährige gab zu, sich an drei Buben vergriffen zu haben. Die Verbrechen sollen sich im Haus des Mannes in Heidelberg ereignet haben. Die jungen Sportler waren gekommen, um ihre Leistungen mit "Heilströmen" und Hypnose zu verbessern. Das habe er "genutzt, um sich den Jungen zu nähern", sagte Anklägerin Dorothee Acker-Skodinis. So soll er an einem 13-Jährigen sexuelle Handlungen vorgenommen haben. Der "Mentaltrainer" gab ihm angeblich den Rat, abends zu onanieren, um besser schlafen zu können. Dann soll er den Jungen missbraucht haben. Der Bub sei sehr belastet, sagte die Oberstaatsanwältin. Er musste nicht vor Gericht aussagen.

"Ich war ein leichtes Opfer", sagte ein heute 19-Jähriger aus. Mit 13 war der Wasserballer zur "sportpsychologischen Beratung" gekommen. Der Mann habe ihn in Trance versetzt und an den Hintern gegriffen. "Da ist was falsch", habe er sich gesagt und ging nicht mehr hin.

Die Internetseite des Angeklagten ist immer noch aktiv. Dort bietet er auch Hilfe bei Problemen in der Pubertät an. Ende der 90er Jahre wurde der Mann wegen sexuellen Missbrauchs eines 15-jährigen Praktikanten verurteilt. Danach belegte er Psychologie-Fernkurse und eröffnete 2004 eine Beratungspraxis.

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