Tod durch Peitschenhiebe: Prozess Ende Januar

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Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv

Fast sechs Monate nach dem Fund einer toten Frau in Alt Rehse (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) kommt der bizarre Fall am 25. Januar vor das Landgericht Neubrandenburg. Der 51 Jahre alte Tatverdächtige muss sich vor der Schwurgerichtskammer verantworten, wie ein Gerichtssprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Freiheitsberaubung und Körperverletzung mit Todesfolge vor. Der Mann soll die 32-jährige Lebensgefährtin gefesselt und mit einer Peitsche geschlagen haben, hieß es von der Staatsanwaltschaft. An den Folgen sei die Frau gestorben.

Polizisten hatten die stark verweste Leiche der gefesselten Frau durch Zufall am 9. August im Haus des 51-Jährigen gefunden. Der Beschuldigte war aus der Nähe von Stuttgart (Baden-Württemberg) nach Alt Rehse gezogen, hatte dort eine Gaststätte erworben und war mehrfach wegen Ruhestörung aufgefallen - so auch am 9. August.

Der Tatverdächtige schwieg zunächst. Rechtsmediziner klärten die Identität der 32-Jährigen, die unter gesetzlicher Betreuung stand und von Rheinland-Pfalz nach Norden gezogen war. Anwohner hatten die Frau aber seit Wochen vermisst. Der Tatverdächtige hat laut Gericht angegeben, den Tod des Opfers nicht gewollt zu haben. Für den Prozess sind zwei Verhandlungstage geplant. Dem Beschuldigten drohen bis zu 15 Jahre Haft.

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