Tausende feiern im Südwesten

Tausende Menschen im Südwesten haben am Wochenende ausgelassen gefeiert. Auf manchen Fastnachts-Veranstaltungen kam es aber auch zu Streitigkeiten mit zum Teil schwer verletzten Personen.

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Hunderte Narren der Elzacher Schuttig liefen am Sonntag beim traditionellen Schuttigsprung durch die Hauptstraße des Schwarzwaldstädtchens.  Foto: 

Nie hatte er so viele Nummern: Mit zweieinhalb Kilometern Länge und einer Rekordzahl von 116 Zugnummern haben die Schwesterstädte Ludwigshafen und Mannheim ihren 64. gemeinsamen Fastnachtsumzug gefeiert. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rheinpfalz verlief die närrische Großveranstaltung mit rund 200.000 Schaulustigen "friedlich und ruhig". "Die Besucher haben sich anständig verhalten", sagte ein Sprecher. Die Polizei hatte ein neues Sicherheitskonzept mit mobilen Kameras eingesetzt. Rund 3500 aktive Teilnehmer hatten sich ab 13.11 Uhr auf den Weg durch die Ludwigshafener Innenstadt gemacht.

Der Fastnachtssonntag ist traditionell der Tag mit den meisten Straßenumzügen im Südwesten - die größten fanden in Villingen-Schwenningen, Konstanz, und Karlsruhe-Durlach statt. In Konstanz zogen am Sonntag mehr als 80 verschiedene Maskengruppen durch die Gassen. In Elzach (Kreis Emmendingen) wiederum trieb die Fastnachtsfigur Schuttig ihr Unwesen. Der traditionelle Schuttigsprung in dem kleinen Schwarzwald-Städtchen ist eines der ältesten Narrenspektakel im Südwesten.

Im gesamten Land feierten Tausende am Wochenende ausgelassen - einige Streits endeten allerdings in blutigen Auseinandersetzungen. In Gärtringen (Landkreis Böblingen) wurde ein 17-Jähriger schwer verletzt. Ein Unbekannter hatte ihm laut Mitteilung der Polizei ein Messer in den Bauch gerammt. Dem Angriff war ein verbaler Streit vorausgegangen. Von dem Täter fehlte am Sonntag noch jede Spur. Für einen Mann endete der traditionelle "Hänselejuck" in Überlingen am Bodensee mit Stichverletzungen, die laut Polizei ebenfalls von einem Messer stammen dürften. Er kam zur Behandlung ins Krankenhaus. Die Umstände waren zunächst unbekannt.

Bei sehr gut besuchten Fastnachtsveranstaltungen in der Konstanzer Innenstadt kam es laut Polizei zu mehreren Streitigkeiten und Körperverletzungen. Vier Personen wurden in Gewahrsam genommen, zudem eine größere Anzahl von Taschendiebstählen angezeigt. In Wernau (Kreis Esslingen) ging eine offenbar organisierte Gruppe, die schwarze Jacken und Aufnäher als Erkennungsmerkmal trug, auf einzelne Fastnachtsbesucher los und verletzte zwei Menschen schwer. Die Opfer kamen nach den Prügelattacken in Krankenhäuser.

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