Stuttgarter Szene vom 19. Februar 2016

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Die drei Hände von Teresa Schreiber (links), Wolfgang Drexler und Franziska Keicher.  Foto: 

Danke für die Blumen

Egal wie die baden-württembergische Landtagswahl ausgehen wird: Der grüne Umweltminister Franz Untersteller, der wieder für den Wahlkreis Stuttgart III einen Abgeordnetensitz ergattern will, gehört am 13. März auf jeden Fall zu den Gewinnern: Just am Wahlsonntag erhält Untersteller vom Obst- und Gartenbauverein Nürtingen den 1. Preis für den schönsten Blumenschmuck im heimischen Vorgarten verliehen. Zu verdanken hat der Minister die Ehrung hauptsächlich seiner Frau. Er selbst sei zwar "für Planung und Ideengebung" zuständig, so der diplomierte Landschaftsplaner. "Die praktische Arbeit liegt aber in den Händen meiner Frau - sonst wäre eher Wüste angesagt."

Essen mit Geschrei

Wenn ein sonst eher stiller Politiker wie Alexander Throm aus Heilbronn gerade jetzt zum "Böckinger Feldgschrei" einlädt, handelt es sich keineswegs um eine folkloristische Ausprägung des Wahlkampfs. Es geht einfach ums Essen. Die deftige Leibspeise des Christdemokraten ist landesweit besser bekannt als "Gaisburger Marsch", also Kartoffelschnitz, Rindfleischbrocken und Spätzle in einer g'scheiten Brühe. Woher der Bezug zum Heilbronner Stadtteil kommt, ist unklar. Es kann durchaus sein, dass der Eintopf dermaßen gut mundet, dass mancher Esser die guten Manieren vergisst - was Alexander Throm natürlich nie passieren dürfte.

Protest mit roten Händen

Weltweit, so wird geschätzt, gibt es 250 000 Kindersoldaten. Mit dem internationalen Red Hand Day wird seit Jahren gegen diesen Missbrauch protestiert, am Mittwoch auch im Landtag. Landtagsvizepräsident Wolfgang Drexler (SPD) eröffnete im Foyer zum vierten Mal die Ausstellung der besonderen Art: Zu sehen war ein Teil der gut 900 DIN-A4-Blätter, die Schülerinnen des Stuttgarter St. Agnes Gymnasiums mit ihren roten Handabdrücken und Forderungen ("Kinder brauchen einen Teddy und kein Gewehr") versehen haben. "Wir beschäftigen uns intensiv auch im Unterricht mit dem Thema", sagten Teresa Schreiber und Franziska Keicher, die mit vielen Mitschülerinnen ins Parlament gekommen waren. "Mir imponiert mit welchem Nachdruck die Schülerinnen seit Jahren die Hände in die richtige Wunde legen, der Landtag gibt ihnen gern eine öffentliche Bühne", sagte Drexler, der zu gern Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier dabei gehabt hätte. Doch der Parteifreund war dienstlich verhindert.

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