Stuttgarter Szene vom 12. Februar 2016

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Seine Spuren in der Politik sind immerhin nachweisbar: Guido Wolf (CDU).  Foto: 

Zurück in Berlin

Die frühere Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, Birgit Homburger, hat ab Montag wieder ein Standbein in Berlin: Die 51-Jährige übernimmt das Hauptstadtbüro des Deutschen Aktieninstituts - einer Einrichtung mit Hauptsitz in Frankfurt am Main, die sich unter anderem für "die Förderung der Aktienkultur in Deutschland" einsetzt. "Das ist auch eine Riesenchance, für mehr Verständnis zwischen Wirtschaft und Politik zu sorgen", sagte Homburger, die in den vergangenen zwei Jahren für eine Unternehmensberatung gearbeitet hat, zu ihrem neuen Job. In der Politik engagiert sich die langjährige Landeschefin der Liberalen seit ihrem Rückzug aus der ersten Reihe noch ehrenamtlich im Konstanzer Kreistag. Die Bundes- und Landespolitik aber hat sie weiter im Blick, auf dem jüngsten FDP-Landesparteitag brachte sie etwa einen Antrag gegen vom grünen Verkehrsminister Winfried Hermann geplante Tempolimit-Versuche auf Autobahnteilstücken ein. Wäre die FDP eine Aktie, würde Homburger ihrer Partei gute Perspektiven attestieren: "Trotz Turbulenzen an der Umfrage-Börse mit steigender Tendenz."

Wolf I

Einerseits haust der Wolf ja ziemlich im Dunkeln, andererseits wollen ihn schon 171 Baden-Württemberger gesichtet haben. Beim Wolfs-Monitoring, so heißt das neudeutsch, kann man sich allerdings leicht vertun. In rund einem Drittel der Fälle war von vornherein klar: Der vermeintliche Wolf war gar keiner, sondern sah nur so aus, war vielleicht ein Haushund, ein Schatten seiner selbst oder ein Fasnetkostüm. Kommt hinzu: In 107 Fällen hat man den Wolf nur heulen hören, aber nicht gesehen, bestenfalls hat er eine Spur kleiner Tapser hinterlassen. In ganzen zwei Fällen, sagt jetzt Landwirtschaftsminister Alex Bonde, war der Wolf authentisch, wiewohl genetisch erst exakt belegbar, nachdem er unters Auto gekommen war. Trotzdem: Canis Lupus lebt unter uns, aber halt eher im Verborgenen. Das hat er gemein mit Guido Wolf von der CDU. Obwohl er sogar Leitwolf im Ländle werden möchte, leidet auch er unter einem eher geringen Bekanntheitsgrad. Aber mehr als 171 Wähler kennen ihn schon noch.

Wolf II

Wer im Internet nach Informationen über Guido Wolf sucht, gibt besser www.guidowolf.info anstelle der naheliegenderen Adresse www.guidowolf.de ein. Letztere gehört einem Duisburger Namensvetter des CDU-Politikers und kommt - la-la-la - ohne Wahlkampfgeheul aus.

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