Stuttgart-21-Gegner: Grüne lenken von Problemen ab

|

abzulenken, sagte Matthias von Hermann, Sprecher der Initiative Parkschützer, am Freitag. So hätten sie erneut die Chance auf einen Richtungswechsel verpasst. Am Donnerstagabend hatte in Stuttgart der Lenkungskreis getagt, in dem sich die Beteiligten des Milliardenvorhabens austauschten.

Die Partner wollen sich demnach zusammenraufen, um Kosten- und Terminrisiken zu minimieren. Er wolle dazu einladen, gemeinsam die Probleme zu beheben, sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Kuhn nach dem Treffen. "Man kann sehr viel praktisch optimieren, wenn man wirklich will." Ziel sei es, 500 Millionen Euro einzusparen und den Fertigstellungstermin Ende 2021 zu halten.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung
Kommentieren

Kommentare

04.07.2016 18:32 Uhr

Nachbesserungen für Schwachsinn 21

Offenbar bereitet Winfried Hermanns Verkehrsministerium eine Anhebung des Kostendeckels durch die Hintertür vor, indem es Nachbesserungen für Schrott 21 und den ÖPNV diskutiert, ohne die dieses schizophrene Gigantomanieprojekt niemals fahrbar sein wird bzw. der Schienennahverkehr im Chaos versinkt.

Eine sehr interessante, aber hinterhältige Variante: Teilaspekte des Projektes wie zum Beispiel auch das dritte Gleis des imaginären Flughafenanschlusses der Gäubahn werden ausgegliedert und als eigenständige Vorhaben außerhalb des vorgegebenen Finanzierungsrahmens behandelt.

Ein weiteres Indiz für S21 als finanzielles Fass ohne Boden und schändliche Steuergeldverschwendung nicht im Namen des Volkes, jedoch einigen verantwortungslosen "christlichen" Vertretern einer heuchlerischen Polit-Clique samt ihren abzockenden Hintermännern aus der Bau- und Immobilienbranche.

http://www.stadtanzeiger-im-netz.de/lokales/stuttgart-21-ausstieg-kein-thema-arbeitskreis-fuer-nahverkehr

Antworten Kommentar melden

03.07.2016 23:59 Uhr

S21: Zur Zeitnot kommt das Finanzierungselend

Kommentar von Dr. Eisenhart von Loeper, Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21, zum mageren Ergebnis des Lenkungskreises:

"Dass die DB AG inzwischen sämtliche Kosten- und Zeitzusagen gebrochen hat, hat die ganze Republik verstanden, nur offensichtlich die Vertreter von Stadt und Land nicht. Sie lassen sich zum wiederholten Male mit Unverbindlichem und Sprechblasen abspeisen. Ob das Projekt um Milliarden teurer und die Stadt bis ultimo in Baustellen und Verkehrschaos versinkt, scheint die Verantwortlichen in Stadt und Land nicht sonderlich zu beunruhigen. Sonst wären sie im Lenkungskreis mit knallharten Ansagen aufgetreten und nicht in dieser leisetreterischen Weise.

Bei Fritz Kuhn und Winfried Herrmann kann sich die Bahn offensichtlich alles leisten. Mehr als ein bisschen Kritik am Kommunikationsstil der Bahn, die Kefer locker weglächelt, scheint ihnen nicht einzufallen. Dabei geht es nicht um Kommunikation, sondern um die großen Defizite und Planungsmängel des Projekts und deren dramatische Folgen für die Stadt! Die DB hat doch längst jede Glaubwürdigkeit bei S21 verspielt. Stadt und Land machen sich immer mehr zu Gehilfen eines längst gescheiterten Projekts."

„Wie konnte es überhaupt so weit kommen? – Die (Un-)Wirtschaftlichkeit von Stuttgart 21"
Eine Dokumentation über die Entstehungsgeschichte dieses mafiösen Skandalprojektes:

https://www.youtube.com/watch?v=hchNGspgrkA&feature=youtu.be

Antworten Kommentar melden

03.07.2016 14:36 Uhr

sich an einer offenen Diskussion über etwaige noch bestehende Alternativen beteiligen!

Im Nebel verschwunden

Von Gastautor Edzard Reuter
29.06.2016

"Wo sind sie geblieben, die Heizer auf der S-21-Lok? Im Nebel verschwunden, schreibt unser Autor und erinnert an ihre haltlosen Versprechungen. Mit dabei die SPD, die sich bis heute nicht zu ihrer Mitverantwortung bekennt. Zum Schaden der Demokratie. (...)

Hätte es hingegen beispielsweise meiner Partei, der SPD, nicht irgendwann einmal ganz gut zu Gesicht gestanden, offen zuzugeben, dass man sich bei der langjährigen massiven Unterstützung des Vorhabens offensichtlich auf falsche Angaben verlassen und daher geirrt hat –

mit der Konsequenz, dass man nun wenigstens vorurteilsfrei bereit ist, sich an einer offenen Diskussion über etwaige noch bestehende Alternativen zu beteiligen? (...)"

http://www.kontextwochenzeitung.de/politik/274/im-nebel-verschwunden-3735.html
...

Antworten Kommentar melden

01.07.2016 19:10 Uhr

Ohmannomann, der Kuhn

Hätte man ja nicht gedacht, dass so ein Grüner mal zu einem Technikgläubigen wird.

Wie stellt er sich das eigentlich vor, das mit dem "500 Millionen sparen"? Glaubt er wirklich, dass DB-Vorstand Kefer zu doof für seinen Job ist und er nun die Sache so nebenbei in Ordnung bringen kann?

Nicht vergessen: Kefer musste wegen dieser 500 Millionen seinen Vorstandsposten an den Nagel hängen, er ist ja inzwischen Vorstand auf Abruf. Da kann man davon ausgehen, dass er zuvor Alles versucht hat, um dem zu entgehen. Hat er dennoch nicht geschafft, trotz zweifelsohne hoher Kompetenz und trotz Einblick in die DB-internen Unterlagen.

OB Kuhn will es jetzt also von aussen richten. Na denn, viel Glück Herr Kuhn. Der Steuerzahler zahlt auch bei nicht mehr zu rettenden Projekten brav weiter. Leider.

Antworten Kommentar melden

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Kripo-Beamter der Ulmer Polizei vor Gericht

Wegen Strafvereitelung und Unterschlagung von Geldbußen in zig Fällen muss sich ein Polizist vor der Justiz verantworten. Der Angeklagte bestreitet alles. weiter lesen