Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer: Nicht nur schlecht

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Autorenfoto Jens Schmitz  Foto: 

Bleibt der ganz große Exodus aus? Kritiker der Studiengebühr für Nicht-EU-Bürger hatten Baden-Württembergs Hochschulen massive Einbrüche prophezeit. Schon als noch gar keine Zahlungen anfielen, waren angeblich mehr als 40 Prozent der interessierten Ausländer abgeschreckt worden. Die ersten vorläufigen Zahlen sind nun zumindest im Durchschnitt weniger spektakulär. Manche Hochschulen haben sogar zusätzliche Immatrikulationen verbucht. Andernorts aber gab es Einbrüche, die über die Befürchtungen hinausgehen.

Das Bild ist zu komplex für Schwarzweiß-Diskussionen: Weder Lage noch Art der Institution können die großen Unterschiede erklären. Wie die einzelnen Hochschulen mit der neuen Gesetzeslage in ihrer Werbung umgegangen sind, ist weitgehend offen.

Es ist nicht falsch, Ausländer nach Leistung und Bedürftigkeit zu unterstützen statt mit der Gießkanne. Baden-­Württembergs Hochschulen haben Spielräume zur Befreiung von der Gebühr. Die Auswahl verursacht aber hohen Aufwand. Weder für die Unis noch für die Studierwilligen darf das zum unüberwindlichen Hindernis werden.

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