Studie: US-Handelsschranken könnten Land hart treffen

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Mögliche US-Handelsschranken könnten einer Studie zufolge ein heftiger Dämpfer für Baden-Württembergs Wirtschaft werden. Die Exporte könnten durch solche Entwicklungen künftig jedes Jahr um fünf Prozent sinken und die Realeinkommen um 0,8 Prozent fallen, heißt es in der am Mittwoch in Stuttgart vorgestellten Analyse des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung (IAW), des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) und anderer Institute. Die Autoren nehmen bei ihrer Berechnung an, dass die USA eine sehr hohe Importabgabe von 35 Prozent berechnen würden.

Käme es zudem zu einem harten Brexit, also zu Handelsschranken nach Großbritanniens EU-Austritt, würden die Exporte aus Baden-Württemberg um einen Prozentpunkt fallen, erwarten die Autoren, unter ihnen IAW-Direktor Bernhard Boockmann. Das Minus beim Realeinkommen - also der Kaufkraft nach Abzug der Inflation - läge dann bei 0,3 Punkten.

Das Landeswirtschaftsministerium hatte das Gutachten in Auftrag gegeben. Ressortchefin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) sagte mit Blick auf die Ergebnisse: „Das hätte große Auswirkungen auch auf die Kaufkraft in Baden-Württemberg.“ Die Studie verdeutliche, wie dringlich Gespräche auf internationalem Parkett seien, damit die befürchteten Handelsschranken gar nicht erst kämen.

Die Studie beleuchtet auch anstehende Umbrüche in der Industrie durch die Digitalisierung und andere Trends. Die Ministerin sagte, man werde auf Grundlage des Gutachtens eigene Fördermaßnahmen prüfen.

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