Staatstheater wollen mit Oper und Ballett ins Paketpostamt umziehen

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Das Opernhaus in Stuttgart.  Foto: 

Nach jahrelanger Debatte haben sich die Württembergischen Staatstheater für das alte Paketpostamt in Stuttgart als Ausweichspielort während der Generalsanierung des Opernhauses entschieden. Für den endgültigen Beschluss – voraussichtlich im Mai - müssten noch die Kosten für den Umbau des Postgebäudes ermittelt werden, sagte der Geschäftsführende Intendant Marc-Oliver Hendriks am Montag nach der Sitzung des Verwaltungsrates der Staatstheater. „Es ist ein Knopf dran, aber noch kein Preisschild. Erst dann können wir einen Beschluss fassen“, sagte er. Geschätzt werden die Kosten für den Ausweichspielort auf mindestens 55 Millionen Euro.

Den Standort lobte Hendriks als „bestmögliche Wahl“. Dort sollten künftig 160 Opern- und 80 Ballettaufführungen über die Bühne gehen. Pro Jahr würden - wie bisher im Opernhaus - zwischen 260 000 und 290 000 Besucher erwartet. Geprüft werden müsse noch genau, was an dem Standort nötig sei, um die bis zu 1400 Zuschauerplätze dort unterzubringen. Es gebe eine breite Mehrheit, um das große Projekt voranzubringen, sagte Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne).

Bei optimalem Ablauf soll frühestens 2021 Baubeginn an der Ausweichspielstätte sein. Dafür solle es auch einen kleinen Wettbewerb geben, sagte die Staatssekretärin im Finanzministerium, Gisela Splett. „Wir gehen davon aus, dass wir die derzeitige Arbeitssituation dort im Wesentlichen eins zu eins abbilden können“, sagte Hendriks. Das bisherige Repertoire solle komplett aufgeführt werden, sagte der designierte Ballettintendant Tamas Detrich.

Für die Generalsanierung des Opern- und Balletthauses soll 2020 ein internationaler Wettbewerb abgeschlossen sein. Baubeginn für das mehr als 100 Jahre alte Gebäude ist für Ende 2023 anvisiert. Die Gesamtkosten werden auf mindestens 400 Millionen Euro geschätzt.

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