Staatstheater: Weniger Vorstellungen, weniger Besucher

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Das Badische Staatstheater Karlsruhe. Foto: Uli Deck/Archiv  Foto: 

Das Badische Staatstheater in Karlsruhe hat in der abgelaufenen Spielzeit gut 320 000 Besucher angelockt und damit etwas schlechter abgeschnitten als in der Vorsaison. Grund sei eine geringere Zahl an Vorstellungen und der Ausfall des Opernballs gewesen, sagte Generalintendant Peter Spuhler am Freitag. In der Saison 2015/2016 hatten 335 000 Menschen die Aufführungen der verschiedenen Sparten besucht.

Das Stück des jungen Staatstheaters „Schneeweißchen und Rosenrot“ war mit knapp 20 000 Besuchern die erfolgreichste Produktion der vergangenen Saison. Zu den weiteren Publikumsfavoriten zählten die Ballettaufführung „La Sylphide“ (14 000 Gäste) und die komische Oper „L'Elisir d'Amore“ (13 000 Besucher). Die Besucherauslastung lag insgesamt bei rund 81 Prozent und damit leicht unter dem Vorjahreswert (knapp 84 Prozent).

Erfreulich war für das Haus die Entwicklung des Volkstheaters. 3000 Menschen besuchten in der abgelaufenen Spielzeit die neue Bühne, im Jahr zuvor waren es noch weniger als die Hälfte. „Wir sind nicht ein Haus von hochgebildeten Bürgern, sondern für alle Bürger in Karlsruhe und der Region da“, sagte Spuhler. Das Volkstheater wurde erst in der Spielzeit 2015/2016 eingeführt.

Spuhler zufolge hatten die Budgetkürzungen keine Auswirkung auf die Menge der Aufführungen. „Die Vorstellungsanzahl hat rein mit der Mitarbeiterbelastung zu tun und nicht mit den Sparmaßnahmen“, sagte der Generalintendant. Aber auch das heiße Wetter habe für Vorstellungsabsagen gesorgt. Unbesetzte Stellen und der Ausfall des Opernballs seien aber Folgen der Kürzungen.

Zu den Kosten für Sanierung und Erweiterung des Badischen Staatstheaters war am Freitag noch eine Verwaltungsratssitzung angesetzt. Den aktuellen Zahlen zufolge soll das mehrjährige Projekt 270 und 325 Millionen Euro kosten. Eine erste Schätzung im Jahr 2015 war noch von rund 125 Millionen Euro ausgegangen.

Badisches Staatstheater

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