Staatsakt mit Bürgerfest

Das Land und Ludwigsburg bereiten sich auf einen Festakt mit Kanzlerin Merkel und Frankreichs Präsidenten Holland vor. Erinnert wird an die bahnbrechende Freundschaftsrede Charles de Gaulles 1962.

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Im Schloss Ludwigsburg hielt Charles de Gaulle am 9. September 1962 seine berühmt gewordene Rede an die deutsche Jugend. Foto: Ullstein-Bild

Europaminister Peter Friedrich (SPD) strahlte schon gestern: "Wir freuen uns sehr, dass Baden-Württemberg am 22. September den Auftakt machen darf für ein ganzes Jubiläumsjahr", sagte er bei der Vorstellung des Programms. Gefeiert wird die deutsch-französische Freundschaft, die im nächsten Jahr - beglaubigt durch den Elysée-Vertrag im Januar 1963 und den Vertrag über das deutsch-französische Jugendwerk im Juli 1963 - 50 Jahre alt wird.

Schon am 9. September 1962 hielt Frankreichs Staatspräsident Charles de Gaulle im Hof des Ludwigsburger Schlosses auf Deutsch seine berühmt gewordene Rede an die deutsche Jugend. 17 Jahre nach dem Ende des von den Deutschen den Nachbarn aufgezwungenen Zweiten Weltkriegs konnte die versammelte Menge historisch gewordene Sätze hören, wie: "Ich beglückwünsche Sie, junge Deutsche zu sein, das heißt Kinder eines großen Volkes." Mit seiner von Beifallsstürmen begleiteten Rede setzte Charles de Gaulle einen Meilenstein in den deutsch-französischen Beziehungen.

Am übernächsten Samstag wird mittags der Staatsakt mit Reden von Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident François Holland vor 650 geladenen Gästen stattfinden. In diesem Sicherheitsbereich sitzen auch 100 ausgeloste Bürger. Auf die Leinwände im hinteren Teil des Schlosshofs und im Südgarten des Blühenden Barocks wird unter anderem auch ein Film der historischen Rede übertragen. Ausdrücklich sind alle interessierten Bürger eingeladen. Gerechnet wird mit etwa 3000 Personen.

"Es ist ein Staatsakt inmitten eines Bürgerfests", erklärte Peter Friedrich. In 21 Zelten stellen sich europäische Institutionen, Verbände, Schulen und Hochschulen, Städte und Gemeinden mit ihrer grenzüberschreitenden Arbeit vor. Kulturelle Darbietungen gibt es ebenso wie eine Podiumsdiskussion mit Minister Friedrich, bei der vor allem Zeitzeugen der Rede de Gaulles von ihren Eindrücken berichten. Im Anschluss an den Festakt und am Abend gibt es jeweils ein Konzert.

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