Sportler fordern Anti-Doping-Abgabe

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Um den Anti-Doping-Kampf zu verschärfen, haben deutsche Topathleten gefordert, Sponsoren, Veranstalter oder auch Regierungen über finanzielle Abgaben mehr in die Pflicht zu nehmen. Es wäre „mehr als gerecht, wenn jeder Sponsor und auch jede Regierung, deren Sportler an Wettkämpfen teilnimmt, einen Prozentsatz der bereitgestellten Gelder für den Anti-Doping-Kampf zur Verfügung stellen müsste“, sagte Hürdensprinterin Nadine Hildebrand vom VfL Sindelfingen ein Jahr nach Veröffentlichung des McLaren-Berichts zum staatlich verordneten Doping in Russland der „Stuttgarter Zeitung“ und den „Stuttgarter Nachrichten“ (Mittwoch). Die dreimalige deutsche Meisterin hatte bei Olympia in Rio das Halbfinale erreicht.

Die fünffache Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein fordert finanzielle Beträge, die ausreichend hoch seien, um Topathleten „mindestens dreimal im Monat einer unangemeldeten Trainingskontrolle zu unterziehen“. Dazu müsste „jeder Verband 15 Prozent seiner Sponsoreneinnahmen an einen neu einzurichtenden Anti-Doping-Fonds“ der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA abführen. Zudem sollten 25 Prozent aller Gewinne, die bei internationalen Sportereignissen erzielt würden, in den Fonds fließen.

Der WADA-Etat wird derzeit auf knapp 30 Millionen Euro pro Jahr beziffert. Die siebenmalige Biathlon-Weltmeisterin Laura Dahlmeier fände es wichtig, „dass die Gelder tatsächlich effektiv verwendet werden und nicht in bürokratischen Maßnahmen verpuffen“.

Artikel Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten

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