SPD-Kanzlerkandidat Schulz: „Ich kämpfe nicht mit Umfragen“

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Spitzenkandidat der SPD zur Bundestagswahl, Martin Schulz in Freiburg. Foto: Patrick Seeger  Foto: 

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hat seine Partei für die letzte Woche vor der Bundestagswahl zu einem engagierten Wahlkampf aufgerufen. Die Sozialdemokraten könnten in den letzten Tagen noch viel bewegen, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt am Samstag in Freiburg. Dies gelte auch für ihn. Er lasse sich durch schlechte oder ungünstige Prognosen nicht entmutigen. „Ich kämpfe nicht mit Meinungsforschern oder mit Meinungsumfragen“, sagte Schulz: „Ich kämpfe für meine Überzeugungen, ich kämpfe für meine und unsere Prinzipien.“

Vor der Bundestagswahl am 24. September liegt die SPD in den Umfragen weit hinter der CDU/CSU zurück. Für den SPD-Kanzlerkandidaten gilt dies auch im direkten Vergleich mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU). Schulz forderte Merkel erneut dazu auf, sich im Wahlkampf an einer Debatte über Zukunftsthemen zu beteiligen. Er warf ihr eine „Schlaftablettenpolitik“ vor. Diese werde den Menschen nicht gerecht.

Wichtig sei, wählen zu gehen. Dies stärke die Demokratie. Nur so könnten rechtsgerichtete und populistische Politiker und Parteien klein gehalten werden, erklärte Schulz. Zu der Kundgebung in Freiburg kamen nach Angaben der Partei mehr als 1000 Menschen. Die Polizei sprach von rund 4500 Menschen, die bei der Kundgebung dabei waren.

Am Freitag waren die Sozialdemokraten im ZDF-„Politbarometer“ auf 23 Prozent. Für die Union ermittelte die Forschungsgruppe Wahlen 36 Prozent. Während sich 56 Prozent der Befragten für einen Verbleib Merkels im Amt aussprachen, wollten nur 32 Prozent, dass Schulz sie ablöst. Auch in Baden-Württemberg liegt die CDU Prognosen zufolge klar vor der SPD.

Wahlkampfauftritte Martin Schulz

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