Spahn: Schorndorf Sinnbild für Integrations-Schwierigkeiten

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Jens Spahn (CDU). Foto: Michael Kappeler/Archiv  Foto: 

Nach den Übergriffen und Krawallen beim Volksfest in Schorndorf hat CDU-Führungsmitglied Jens Spahn eine ehrlichere Debatte über die Probleme der Integration in Deutschland gefordert: „Schorndorf ist nur ein Sinnbild dafür, was jeden Tag an vielen Orten in Deutschland passiert. Es wird immer klarer, wie groß die Aufgabe der Integration ist“, sagte Spahn der „Welt“ (Mittwoch).

Am Wochenende waren bei dem Fest durch Flaschenwürfe mehrere Menschen verletzt worden, zudem gab es sexuelle Übergriffe. Die Polizei in Aalen ermittelt gegen drei Afghanen und einen Iraker wegen des Verdachts sexueller Belästigung einer 17-Jährigen und einer 25-Jährigen. Die vier jungen Männer sind auf freiem Fuß. Bei den Belästigungen hatte auch Alkohol eine Rolle gespielt.

Die deutsche Gesellschaft laufe Gefahr, antisemitischer, schwulenfeindlicher, machohafter und gewaltaffiner zu werden, als sie bisher gewesen sei, sagte der Staatssekretär im Finanzministerium. Jeden Tag könne man in Regionalzeitungen von Übergriffen auf Frauen lesen: „Damit müssen wir uns auseinandersetzen. Zu viele sind der Meinung: Jede andere Kultur ist per se eine Bereicherung. Was wir da täglich als Abwertung von Frauen erleben, empfinde ich nicht als Bereicherung.“

Spahn räumte ein, beim Thema Islam eine „besondere Sensibilität“ zu haben: „Sie müssten sich in einer islamischen Gesellschaft einen Bart wachsen lassen. Aber Homosexuelle wie ich werden vom Turm geworfen.“

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