Wohnungsnot: Beratungsangebote stärker nachgefragt

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Die Angst vor einem Verlust der Wohnung nimmt nach Darstellung von Experten im Südwesten zu. Es kämen zunehmend Menschen zu einer vorbeugenden Beratung, erklärte der Sozialexperte Heiner Heizmann von der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg am Freitag in Stuttgart. Ende September wurden insgesamt 11 494 Menschen gezählt, die in den Einrichtungen der Wohnungslosen- und Straffälligenhilfe lebten oder dorthin regelmäßigen Kontakt haben. Dies sei ein Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. 27 Prozent der Rat suchenden Menschen waren Frauen.

Insgesamt gibt es den Angaben zufolge 322 Einrichtungen, zehn Prozent stehen ausschließlich Frauen zur Verfügung. In den letzten Jahren sei es immer schwieriger geworden, sie unterzubringen, sagte Iris Brüning von der Zentralen Frauenberatung in Stuttgart. „Sie bleiben länger, weil die Fluktuation geringer geworden ist.“ Denn es werde zunehmend schwieriger, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Der Spitzenverband forderte von der grün-schwarzen Landesregierung mehr Engagement beim Wohnungsbau. Unter anderem sei ein Sofortprogramm zur Schaffung von 30 000 Sozialwohnungen notwendig.

„Darüber hinaus müssen parallel die Angebote zur Prävention von Wohnungslosigkeit und Plätze in Facheinrichtungen ausgebaut werden“, forderte Liga-Vertreter Heizmann weiter. Wohnen sei nicht nur ein menschliches Grundbedürfnis, sondern betreffe die Menschenwürde.

Liga der freien Wohlfahrtspflege

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