Software-Probleme bremst Nachfrage nach Ehe für alle

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Plakat mit der Aufschrift „Ehe für Alle!“. Foto: Ralf Hirschberger/Archiv  Foto: 

In Baden-Württemberg ist die Nachfrage nach der Ehe für alle noch überschaubar - der Städtetag sieht einen der Gründe dafür in den fehlerhaften Ehe-Urkunden. Das berichtet die „Heilbronner Stimme“ (Freitag). Das Problem: Bislang kann die Software nicht zwei Männer oder zwei Frauen als Paar eintragen. Somit muss ein Partner formal mit einem falschen Geschlecht registriert werden. Die richtige Erfassung soll erst ab dem 1. November 2018 möglich sein. „Vermutlich zögern manche gleichgeschlechtliche Paare auch deshalb gerade noch mit der Eheschließung“, sagte Norbert Brugger, Dezernent beim Städtetag in Stuttgart. Nach der Behebung des Problems könne es nochmals zu einer höheren Nachfrage kommen.

Brugger geht laut „Heilbronner Stimme“ davon aus, dass im nächsten Jahr etwa zwei Prozent aller Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren geschlossen werden. Das sei seit einigen Jahren die Größenordnung bei den eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Die Ehe für alle wurde am 30. Juni vom Bundestag beschlossen. Seit dem 1. Oktober können sich Lesben und Schwule deutschlandweit das Ja-Wort geben.

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