Schwitzen statt Sitzen: Über 166 000 Hafttage weggearbeitet

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Ein Häftling baut in einer Schreinerei einen Schrank zusammen. Foto: Felix Kästle/Archiv

Vier Stunden Arbeit statt ein Tag im Gefängnis: 5048 Menschen haben im vergangenen Jahr das Projekt „Schwitzen statt Sitzen“ genutzt, wie das Justizministerium in Stuttgart mitteilte. Dadurch wurden 166 152 Hafttage vermieden. Das habe eine Ersparnis von rund 15 Millionen Euro gebracht.

Ein Tag im Gefängnis kostet das Land rund 100 Euro. An dem Projekt können Personen teilnehmen, die eine Geldstrafe nicht bezahlen können und deshalb mit einer Ersatzfreiheitsstrafe rechnen müssen. Den Gang ins Gefängnis können sie abwenden, wenn sie gemeinnützige Arbeit leisten. Das Projekt wird vom Justizministerium finanziell unterstützt. Für das laufende Jahr seien Zuschüsse in Höhe von 2,2 Millionen Euro vorgesehen.

„Schwitzen statt Sitzen“ gibt es seit 1987 in Baden-Württemberg. Pro Hafttag müssen vier Stunden Arbeit geleistet werden.

Justizministerium zu Schwitzen statt Sitzen

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